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 Vorwort

Das Schulprogramm der Heinrich-Lüttecke-Schule wurde in den letzten Jahren mehrfach verändert und ergänzt. Zu den etablierten, bestehenden, gut ausgebauten Angeboten der Schule traten weitere hinzu. Ausgelöst wurden diese Entwicklungen nicht nur durch politische Neuerungen, Evaluationen, veränderte Rahmenpläne und Bedürfnisse der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler. Eine wesentliche Rolle spielte das Engagement des Kollegiums und der Schulleitung, die eine ständige Fortentwicklung der Arbeit in unserer „Schule mit dem Schwerpunkt Lernen“ bewirkt.

Geblieben ist trotz aller Weiterentwicklung der Grundgedanke, dass einzelne Kind in den Fokus der sonderpädagogischen Förderung zu stellen. Die Schwerpunktsetzung unserer Arbeit berücksichtigt diesen Wert so weit wie nur möglich, unberührt davon, an welchem Ort ein Kind gefördert wird.
Im Interesse der Schülerinnen und Schüler haben die Fächer Deutsch und Mathematik eine herausragende Bedeutung innerhalb unserer Schule, wodurch keine Vernachlässigung der anderen Fachbereiche entsteht. Der Ganztagesbetrieb ergänzt darüber hinaus die stärker lernorientierten Inhalte der Vormittagsstunden durch Möglichkeiten des sozialen Miteinanders, Freizeitangebote und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.
Durch aktuelle schulpolitische Bestrebungen wird der Bereich der Beratungs- und Förderarbeit außerhalb des Schulgebäudes teilweise neu definiert. Die bestehenden und gut funktionierenden Netzwerke im Rahmen der ambulanten Förderung im Bereich Lernen und Sprache werden in den kommenden Schuljahren weiter ausgebaut. Hier gilt es, Strukturen und Förderkonzepte zur Unterstützung der umliegenden Regelschulen weiter zu entwickeln.
Ein Schulprogramm, das Lernkultur ernst nimmt, wird immer die Umgebung unter dem Prinzip „ Öffnung von Schule“ in den Lernprozess einbeziehen. Für die Schüle-rinnen und Schüler der Heinrich-Lüttecke-Schule wird es wichtig sein, Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben und zu sammeln und außerschulische Lernorte kennen zu lernen. Dieser inhaltliche Schwerpunkt zieht sich durch alle Stufen.
Die Einbindung berufsorientierter Aktivitäten in das schulinterne Curriculum bzw. in den Lernprozess bietet unserer Schule Möglichkeiten des Lernens in Zusammen-hängen. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich an die Arbeitswelt herangeführt und auf Möglichkeiten der Berufswahl vorbereitet.

Das Schulprogramm steht in engem Zusammenhang mit den Zielvereinbarungen, die mit der zuständigen Dezernentin des Schulamts getroffen werden und durch Schulentwicklungsberater begleitet werden. Hierdurch können Handlungsschritte überlegt und festgelegt werden, die den Beteiligten Entwicklungsmöglichkeiten bieten, aber auch ein Stück Verantwortung übertragen. Durch ein Schulprogramm als gemeinsamer Bezugspunkt werden Absprachen über Zusammenhänge und Verlässlichkeiten in den Inhalten und Methoden geschaffen. Die daraus resultierende Transparenz fördert Vertrauen; Wege und Ergebnisse werden nachvollziehbar.

Bereits während der ständigen Überarbeitung des Programms wird klar, dass dieses nie ganz fertig ist. Fast monatlich treten Veränderungen und Fortführungen hinzu.
Es erscheint und deshalb sinnvoll, das Schulprogramm nur zur Ansicht in geringer Stückzahl auszudrucken und ansonsten die Möglichkeiten zu bieten, es jederzeit in der neuesten Ausgabe „aus dem PC“ zu holen, d.h. auszudrucken, wenn es erforderlich ist.

Bad Arolsen, 15.01.2013

 
1. Die Heinrich-Lüttecke-Schule    
 
Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Bad Arolsen. Angegliedert wurde ein regionales Beratungs- und Förderzentrum, welches die umliegenden Schulen betreut.     
 
Namensgeber unserer Schule war der Schuhmachermeister Heinrich Lüttecke
(1878 bis 1976) aus Bad Arolsen - Landau.   
 Lüttecke zeichnete sich durch eine lebenslang soziale Einstellung gegenüber Kindern, Schwachen und Benachteiligten aus. Darüber hinaus sammelte er Geschichten, Märchen und Gedichte, die sogar im fernen Japan veröffentlicht wurden.
   
 Seine soziale Haltung sehen wir als Vorbild für die Schule.   
    
1.1 Aufgabe der Schule mit dem Schwerpunkt Lernen   
 
Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen für Kinder, „die auf Dauer oder für einen längeren Zeitraum einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen“ (§ 53 HSG) (Anm.: Das neue Schulgesetz ist noch nicht in Kraft getreten, hierdurch würde sich dieser Passus ändern!)    

Aufgabe dieser Schulform ist es, Kinder und Jugendliche, die auf Grund einer erheblichen und lang andauernden Lernbeeinträchtigung sonderpädagogischer Förderung bedürfen, zum Abschluss der Schule für Lernhilfe zu führen, so weit nicht der Übergang in eine allgemeinbildende Schule möglich ist (§ 53, 5 HSG). (Anm.: Nach neuer Verordnung Hinführung zum Berufsorientierten Abschluss oder dem Hauptschulabschluss).   
Seit dem Schuljahr 2002/03 ist unsere Schule Beratungs- und Förderzentrum für die im Einzugsbereich liegenden allgemeinen Schulen und Kindergärten. Im Zuge der Einführung der inklusiven Beschulung werden neun Grundschulen und drei Sekundar-stufen von der Heinrich-Lüttecke-Schule weiter betreut. Das Gymnasium und die berufliche Schule treten als mögliche Arbeitsfelder neu hinzu.
Mit Wirkung vom 01.08.2004 führen wir neben einem Betreuungsangebot im Nach-mittag für die Grundstufe ein Ganztagsangebot mit pädagogischer Mittagsbetreuung auf freiwilliger Basis durch.   
 
   
1.2 Gliederung der Schule und sonderpädagogische Prinzipien   
 
Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist in drei Schulstufen gegliedert:   
 · die Unterstufe  (Klassen 1 – 4)
· die Mittelstufe  (Klassen 5 – 6)
· die Hauptstufe (Klassen 7 – 9)
   
Die Mittelstufe baut auf die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Unterstufe, die Hauptstufe auf die der Mittelstufe auf. Für das Schuljahr 2012/13 wird erstmals die Möglichkeit eröffnet, innerhalb eines weiteren Schuljahrs (Bezeichnung: H9) einen Hauptschulabschluss zu erwerben, was jedoch nur für einen Teil der Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 in Frage kommen wird.   
 
Die Mindestzahl für die Klassenbildung liegt bei 8, die Höchstzahl bei 16 Schülern.   
 
In der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen gilt von der Klasse 1 bis zur Klasse 9 das Klassenlehrerprinzip. Dabei sollte der verantwortliche Lehrer in der Grundstufe mindestens 20 Stunden, in der Mittel- und Hauptstufe mind. 15 Stunden in seiner Klasse unterrichten. Formen der äußeren Differenzierung, sofern sie im Interesse des einzelnen Kindes liegen, werden bei der Klassenbildung berücksichtigt, die Fächer Mathematik und Deutsch liegen auf Band (1. und 2. Stunde bei allen).   
Das Klassenlehrerprinzip beinhaltet auch, dass die Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe zwei Jahre und in der Hauptstufe drei Jahre die gleiche Bezugsperson haben sollten. In der Unterstufe werden bis zu 3 Jahre angestrebt.
Hier liegt die Eingangsstufe (je nach Schülerzahlen Klassen 1/ 2 oder 1-3, flexible Gestaltung je nach Schülerzahlen) in festen Händen, da dort ein speziell konzipierter Anfangsunterricht zum Erwerb der Schriftsprache und dem Zahlenraum bis 20 durchgeführt wird. Dieser erfordert eine hohe Sachkenntnis und längerer Erfahrung in diesem sensiblen Bereich, was durch eine Lehrperson in Absprache mit den Klassen-lehrern der Grundstufe gewährleistet wird.Nach Möglichkeit ist dieser Lernstufe immer eine zweite Betreuungsperson zugeordnet (FSJler, Praktikant, teilweise Doppelbesetzung).
Verbindliche Festlegungen für alle Schulstufen trifft je nach Schülersituation die Schulleitung.   
 
Für die Unterrichtsarbeit gelten die sonderpädagogischen Prinzipien wie zum Beispiel:   
 · Individualisierung
 · Differenzierung
· Arbeit in kleinen Schritten
· Hinführung zur Selbständigkeit (abnehmende Hilfe)
· Wiederholung
· Übung   
 
Die Motivation spielt in unserer Schulform eine herausragende Rolle. Es gilt, Neugier, Phantasie und Lernbereitschaft, wie sie unseren Schüler nicht immer zu eigen sind, zu entwickeln und überdauernd zu halten. Das Arbeits- und Sozialverhalten wird in hohem Maße ausschlaggebend für den Erwerb höherer Bildungsabschlüsse sein.    
    
1.3 Ausstattung der Schule   
 
Die Heinrich-Lüttecke-Schule verfügt über neun Klassenräume, die im Neubau des Gebäudekomplexes liegen. Darunter befinden sich zwei Großklassenräume und zwei Räume mit abgetrenntem Differenzierungsplatz. Im Obergeschoss werden die Klassen 1-5 unterrichtet, so dass die Jüngeren räumlich etwas getrennt von den älteren Schülerinnen und Schülern sind und sich die Materialien der Schule entsprechend der Stufen verteilen (Lernspiele, Spielgeräte für die Regenpause, Buchsätze, Atlanten, Overheadprojek-toren u.ä.).
   
Neben einem gut ausgestatteten Naturwissenschaftsraum (Chemie/Physik/ Biologie) verfügt die Schule im Bereich Arbeitslehre über folgende weitere Räume im älteren Gebäudeteil:
   
 · Werkraum Holz, Werkraum Metall (mit Vorratsraum), Maschinenraum
· Schulküche mit Unterrichts- und Vorratsräumen
· Kleintier-Raum im Keller
· Fotolabor
· Sprachheilraum
· Computerräume im Dachgeschoss
· Band-Raum im Erdgeschoss
· Musikraum

Ein Medienraum mit Bücherei und ein Fach- und Differenzierungsraum mit Active-Board befinden sich im Neubau Obergeschoss, eine Cafeteria mit Ausgabeküche für den Mittagstisch im Untergeschoss. Hier gibt es darüber hinaus einen Raum für die Nachmittagsbetreuung der Grundstufe.   
 Der Computerraum mit Internetanschluss unter dem Dach verfügt über zwölf PC-Plätze, die aktuell Flachbildschirme erhielten. Eine Erweiterung durch einen zweiten nebenan  liegenden PC-Raum mit 14 weiteren Plätzen erfolgt zum aktuellen Zeitpunkt.     
 Der Kunstunterricht wird derzeit überwiegend in den Klassenräumen durchgeführt. Die Renovierung des Musikraums ist im November 2012 abgeschlossen (Schalldämmung unter der Decke, Wandanstrich, Schränke, neue Stühle, feste Musikanlage, einige neue Instrumente).


Neben dem Kopierraum im Altbau befindet sich ein Sprachheilraum mit einem PC-Platz und entsprechenden Materialien. In der Planung ist außerdem ein Raum im Parterre (bisheriger Metall-Werkraum), der für die Durchführung der Potentialanalyse vorgesehen ist, da dort neben einem Hamet-Testschrank sämtliche Arbeitsmaterialien und zwei PC-Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden könnten.
   
Die Schule hat keine eigene Turnhalle, das Richard-Beekmann-Stadion mit Hartplatz liegt direkt vor der Tür und darf genutzt werden. Zum Hallenbad Arobella ist der Weg ebenfalls nicht weit.    
Zu den Turnhallen in Massenhausen und Mengeringhausen fahren Schulbusse.    

Die Schule ist mit Unterrichtsmaterialien, die ständig ergänzt werden, gut ausgestattet. Für den Musikunterricht und die Schulband stehen Rhythmusinstrumente, Schlag-instrumente (Xylophone, Metallophone, Glockenspiele, Trommeln, Pauken), Schul-gitarren, Keyboards, CD-Player, Tischharfen, Waldhörner, ein Schlagzeug, eine E-Gitarre, Mikrophone sowie eine Elektronikanlage mit kleinem Mischpult und Verstärker zur Verfügung. Aktuell konnten durch eine Spende vier Cajons angeschafft werden. Für die Flötengruppe wurden Blockflöten angeschafft, die nach einiger Zeit in der Regel in das Eigentum der Kinder übergehen.    
    
1.4 Bildungsziele der Schule    
 
Die Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ist eine allgemeinbildende Schule mit eigenen Rahmenlehrplänen, die sich an den Plänen der Grund- und Hauptschule orientieren. Aus diesem Grund gelten die allgemeinen Bildungsziele, wie sie in einer demokratischen Gesellschaft für alle Schulen verbindlich sind.   
Die Formulierungen des Hess. Schulgesetzes sollen nur angedeutet werden, da die Zielsetzungen insgesamt recht hoch sind und in ihrer Formulierung für unsere Schüler-schaft modifiziert werden müssten, obgleich die Inhalte erhalten bleiben sollen. So sollen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise befähigt werden, die Wertordnung des Grundgesetzes und die Verfassung des Landes Hessen anzuerkennen.    
 
Als Beispiele sollen genannt werden:   
 · die Grundrechte für sich und andere wirksam werden lassen
· staatsbürgerliche Verantwortung übernehmen
· nach ethischen Grundsätzen handeln und religiöse und kulturelle Werte achten
· die Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Achtung und Toleranz, der Gerechtigkeit und Solidarität gestalten
· das zukünftige private, berufliche und öffentliche Leben ausfüllen und die Freizeit sinnvoll nutzen können.
   
Gerade das letztgenannte Beispiel hat für unsere Schülerschaft hohe Priorität, da die Voraussetzungen für das Erreichen die individuelle Verwirklichung der anderen Ziele beinhaltet.

Die sonderpädagogische Arbeit an der HLS sollte Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit so weit fördern, dass sie eine Berufsausbildung beginnen, durchstehen und abschließen können. Dies ermöglicht nicht nur die gesellschaftliche Integration, sondern ebnet auch die Wege zur aktiven Teilnahme am öffentlichen Leben.
Als Leitidee für die gesamte pädagogische Arbeit gilt deshalb, die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Lüttecke-Schule „Fit für das Leben“ zu machen. 

2. Die Herkunft der Schülerinnen und Schüler   
 
Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Lüttecke-Schule kommen aus Bad Arolsen und den Umlandgemeinden. Die ethische Herkunft spielt im Rahmen unserer Beschulung keine besondere Rolle.   
    
2.1 Schulen des Einzugsbereichs     

Folgende Schulen sind regional unserem Einzugsgebiet, auch mit Hinblick auf die inklusive Beschulung der Zukunft, zugeordnet:   
 
Bad Arolsen mit Stadtteilen   
 · Grundschule „Neuer Garten“, Bad Arolsen
· Kaulbachschule – Haupt- und Realschule – Bad Arolsen
· Grundschule Helsen
· Grundschule „Am Kump“ Landau (demnächst Verwaltung in Helsen)
· Grundschule „Nicolai“, Mengeringhausen
· Christian-Rauch-Gymnasium
· Berufliche Schulen
   
 Volkmarsen   
 · Kugelsburgschule –Haupt- und Realschule
· Villa R – Grundschule   
 Diemelstadt   
 · Schlossbergschule Rhoden - Grund-, Haupt- und Realschule -
· Grundschule Wrexen   
 Twistetal   
 · Grundschule Twiste     
 
Die meisten Schülerinnen und Schüler wurden bisher während ihrer Grundschulzeit zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs gemeldet. Da die Beratungs- und Gutachtertätigkeit der Förderschullehrerinnen und -lehrer verantwortungsbewusst wahrgenommen wird, werden nicht alle überprüften Kinder in die Heinrich-Lüttecke-Schule aufgenommen, was in den Plänen zur inklusiven Beschulung ebenfalls so vorgesehen ist. Die Gutachten wurden im vergangenen Jahr durch s.g. „Sonderpäda-gogische Stellungnahmen“ abgelöst, das Verfahren über einen Leitfaden verändert. 
Trotz der Bestrebungen, Kinder mit Besonderheiten vermehrt an den Allgemeinen Schulen zu halten, ist die Zahl der Eltern, die von sich aus die Aufnahme ihres Kindes an die Heinrich-Lüttecke-Schule beantragen, gleich geblieben.    
    
2.2 Heime und Jugendwohngruppen   
 
Innerhalb der Stadt Bad Arolsen und den Umlandgemeinden gibt es Heime und Lebensgemeinschaften, die Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet aufnehmen.   
 
Zu nennen sind:   
 · das Sophienheim in Bad Arolsen
· die Familiengemeinschaft Waldecker Land - Neu-Berich
· der Brückenhof e.V. in Twistetal – Niederwaroldern
· (und in Ausnahmefällen die HKJ-Einrichtung in Bad Arolsen)   
 
Einige Kinder und Jugendliche dieser Einrichtungen besuchen die HLS.   
   
2.3 Zusammenarbeit mit den Schulen des Einzugsbereichs   
 
Die Zusammenarbeit und Kooperation mit den Schulen ist durch die Arbeit des Beratungs- und Förderzentrums, die ambulante Sprachheilarbeit und bestehende Maßnahmen zum Gemeinsamen Unterricht gut und flächendeckend ausgebaut.

Sie soll zukünftig intensiviert und teilweise neu konzipiert werden auf dem Hintergrund der Veränderungen der Verordnung zum Hessischen Schulgesetz. Die Einrichtung einer ersten und einer fünften Klasse, die in Kooperation inklusiv beschult werden, ist bereits vorgesehen.
Beratungen an sich werden bereits seit 2002 von der Schulleitung und den Sonder-schullehrern/innen wahrgenommen, der Sprachheilbereich wurde besonders in den letzten Jahren flächendeckend organisiert.    

2.4  Sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum
   
 Seit dem 01.08.2002 ist die Heinrich-Lüttecke-Schule Beratungs- und Förderzentrum (BFZ). Die Mitarbeiter berieten jedoch auch in den Vorjahren schon Einzelfälle vor Ort in den Regelschulen.
Förderschullehrerinnen und -lehrer unterstützen die Schulen im Einzugsbereich bei der Aufgabe, drohendem Leistungsversagen und anderen Beeinträchtigungen des Lernens, der Sprache sowie der körperlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler entgegenzuwirken und ihre Auswirkungen zu verringern.
Sofern die sachlichen, personellen und räumlichen Vorraussetzungen gegeben sind, ist es den Mitarbeitern im BFZ möglich, ambulante Fördermaßnahmen und gemeinsamen Unterricht in den allgemeinen Schulen durchzuführen.
Schullaufbahnberatungen, Teilleistungsstörungen sowie die bereits erwähnte Sprachheilarbeit sind als weitere Schwerpunkte hinzu getreten. Ab dem Schuljahr 2012/13 wird es erstmals inklusive Beschulungen geben.
   
 Gestaltung der bisherigen Beratungs- und Förderarbeit
   
 · Prozessbegleitende Beratung an den Regelschulen auf Antrag; Förderdiagnostik: Hilfe bei der Erstellung von Förderplänen, Material- und Fördervorschläge
· Ambulante, teilintegrative Maßnahmen; gemeinsamer Unterricht
· Sprachheildiagnostik und – je nach Kapazität – Sprachförderangebote, die ein bis zwei Schulhalbjahre laufen
· Informationstätigkeit in den Konferenzen der Schulen des Einzugsbereiches; Informationsangebote für Elternversammlungen, Vorklassen und Kindergärten
· Einzelgespräche mit Grundschulkollegen/innen
· Intensive Elternbetreuung bei anstehenden Entscheidungen
· Zusammenarbeit im Interesse betroffener Schüler/innen mit dem im Schulgesetz (und der Verordnung) genannten Einrichtungen
· Der Versuch, die immer noch unbefriedigende Betreuung von Schülerinnen und Schülern beim Übergang von Schule zur Arbeitswelt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und den Berufsschulen zu verbessern
· Die Beratung in den Kindergärten im Einzugsgebiet, um präventive Arbeit im Bereich der Frühförderung zu leisten, evtl. Einschulungsfragen zu klären und den Übergang zur Grundschule ebnen. 

3.  Die Stundentafel und ihre Angebote   
Der Unterricht in der Unterstufe, der Mittelstufe und der Hauptstufe orientiert sich an der Stundentafel der allgemeinen Schulen. Die Unterrichtsinhalte wiederum basieren auf den Rahmenlehrplänen der Schule für Lernhilfe, die regelmäßig in Gruppenarbeit in den Stufen des Kollegiums gesichtet und für das schulinterne Curriculum bearbeitet werden. Es werden z.B. Themen-Schwerpunkte für bestimmte Halbjahre festgehalten. Zudem gibt es Ziele, die  inhaltliche Mindestanforderungen für jede Stufe vorsehen.    
Die schulinternen Lehrpläne sind verbindlich. Sie sollen sicherstellen, dass der Unterricht in den Schulstufen auf die jeweils vorausgehenden aufbauen kann.    

3.1  Äußere Differenzierung    
 
In der Regel wird innerhalb der Klassen den Fähigkeiten der Schüler entsprechend differenziert (in Methodik, Umfang, Tempo, Inhalt). Bei höheren Abweichungen in der Leistung zur Lernstufe besteht die Möglichkeit zur Binnendifferenzierung, d.h. der jeweilige Schüler kann am Unterricht in den Fächern Mathematik oder Deutsch die nächst höhere oder tiefere Klasse besuchen ohne den Klassenverband grundsätzlich zu verlassen. Die abweichende Lernstufe muss bei der Benotung im Zeugnis kenntlich gemacht werden. Im Abschluss-Jahrgang muss nach den Maßstäben der 9. Klasse benotet werden.
In allen drei Schulstufen wird am Beginn eines neuen Schuljahres im Rahmen einer Konferenz darüber befunden, für welche Schülerinnen und Schüler klassenüber-greifende Differenzierungsmaßnahmen in den Fächern Mathematik und Deutsch sinnvoll erscheinen.   
Aus diesem Grund liegen die Fächer Mathematik und Deutsch parallel in den ersten beiden Stunden. Die Klassenlehrerinnen und -lehrer beider Klassen arbeiten eng zusammen und orientieren sich an den individuellen Förderplänen.
   
3.2 Förderpläne   
 
Die Förderpläne werden für jede Schülerin und jeden Schüler unserer Schulform halbjährlich bis zum Ende der Herbstferien und zum zweiten Halbjahr hin von den Klassenlehrerinnen und –lehrern erstellt und fortgeschrieben.
In der Grundstufe wird hierfür eine bestimmte Maske benutzt, die die Grundfähigkeiten ausweist und markiert, welchen Entwicklungsstand das Kind hat. Es ist ersichtlich, welche Stufe noch erreicht werden soll. Die Umsetzung der Ziele wird durch die bestehenden Lernkonzepte sicher gestellt.
In der Mittel- und Hauptstufe nutzen die Lehrpersonen das Raster des HKMs aus dem Amtsblatt oder schulinterne sowie persönlich erstellte PC-Programm für die Erstellung.  Sie weisen i.d.R.  differenziert und individuell auf aktuelle Förderschwerpunkte hin, die in den verschiedensten Lern- und Entwicklungsbereichen angesiedelt sein können. Sie können auf Lernstandsanalysen, Ergebnissen von Klassenarbeiten und Beobachtungen im Unterricht basieren.
Die Förderpläne werden mit den Eltern, Erziehungsberechtigten und den Schülerinnen und Schülern besprochen. In den Praxisklassen finden gemeinsame Gespräche mit der Unterstützung der Sozialpädagogin statt, die für diese Schülerinnen und Schüler mit zuständig ist.
   
3.3 Innere Differenzierung, zusätzliche Förderangebote   

 
Die Stunden für individuelle sonderpädagogische Förderung stehen in verschiedenen Formen zur Verfügung und werden individuell angepasst. Möglichkeiten sind:
· Doppelbesetzungen im Unterricht;
· Teilen oder Halbieren der Lerngruppe;
· Leseförderungen (s. Lesekonzept) durch Dritte parallel zum Unterricht;
· Einzelstunden, in denen Kleingruppen zusammen gefasst werden;
· Nachmittagsunterricht (z.B. in der Hauptschulklasse) und
· Angebote im Sinne des BUDDY-Projekt-Gedankens „Schüler helfen Schülern“.    
 
Die Inhalte der Förderung sollen sich auf den Förderplan beziehen und bedürfen einer schülergerechten methodischen Vorbereitung. Die Durchführung kann durch den Einsatz von PC-Programmen unterstützt werden.
Ein Teil der Förderstunden wird mit Erstellung des Stundenplans zu Beginn eines Schuljahres festgelegt. In Absprache werden Leseförderungen nach Bedarf im Laufe der Zeit installiert und ggf. gibt es flexible Zeiträume, in denen Praktikanten zusätzliche Förderungen übernehmen.
Für die innere Differenzierung im Unterricht ist die unterrichtende Lehrperson verantwortlich.
Im Schuljahr 08/09 wurde beim Staatlichen Schulamt und dem Kostenträger die Durchführung einer flexiblen Eingangsstufe beantragt, d. h. die Kinder der Klasse 1/2 sollen auf Antrag der Eltern ein drittes Schulbesuchsjahr in der 1/2 erhalten, ohne zusätzliche Anrechnung auf die Schulbesuchszeit. In Einzelfällen ist uns dieses Vorgehen gestattet, es gibt aber keinen generellen Erlass für diese Regelung.    
    
3.4 Projektunterricht   
 
Projektunterricht wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
Der Projektunterricht kann
   
 · klassenbezogen,
· stufenbezogen oder
· schulbezogen   
 
durchgeführt werden. Im Sommerhalbjahr sollten Projekte vorzugsweise am Ende des Schuljahres liegen, da bei gutem Wetter das Außengelände einbezogen werden kann. Zu Beginn des Winterhalbjahres kann eine Projektwoche den positiven Effekt der Verbesserung des Schulklimas zur Folge haben oder der Vorbereitung eines Basars kurz vor Weihnachten dienen.   
 
Die Entscheidungen darüber werden in Gesamt- bzw. Klassenkonferenzen so rechtzeitig getroffen, dass ausreichende Vorbereitungszeiten zur Verfügung stehen.
So kann ein Mal im Jahr eine Projektwoche stattfinden, die mit einer Ergebnis-präsentation endet (oder alle zwei Jahre in den „Tag der Offenen Tür“ mündet).   
    
3.5 Fächerübergreifender Unterricht   
 
In allen Schulstufen ist fächerübergreifender Unterricht möglich und wünschenswert. Dieser Unterricht kann sich auf eine oder mehrere Klassen einer Schulstufe beziehen.   
 Er kann auch, je nach Sachlage, stufenübergreifend geplant werden.   
 Die Entscheidungen treffen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der jeweiligen Klasse(n) und vereinbaren eine entsprechende Zusammenarbeit. Im Zuge der Zusammenlegung von Klassen aufgrund von Schülerzahlen wir bereits klassenübergreifend innerhalb der Stufen gearbeitet.   
    
3.6 Sprachheilunterricht   
 
Sprachförderung schulintern
Sprachheilunterricht ist ein wichtiges schulisches Angebot für sprachauffällige Kinder. Betroffene Schüler/innen der Grundstufe bekommen die Möglichkeit, durch eine entsprechend ausgebildete Lehrkraft in Absprache mit der Klassenlehrerin während des Schulvormittags gezielt gefördert zu werden. Wenn es sich einrichten lässt, besuchen die Kinder mehrmals in der Woche den Sprachheilraum, da sie zu Hause oft keine Möglichkeiten haben, zu üben. Schwerpunkte sind Aussprachestörungen, Dys-grammatismus, Näseln, Stottern, eingeschränkter Wortschatz und Sprachverständnis.

Sprachheilarbeit Grundschulen
Die Grundschullehrerinnen nennen uns zu Anfang des Schuljahres die Namen der sprachauffälligen Schüler in den ersten Klassen. Es erfolgt eine Diagnostik dieser Schülerinnen und Schüler durch das BFZ und eine anschließende Beratung der Lehrerinnen und evtl. der Eltern.
Bei erheblichen Bedarf von Sprachtherapie/Logopädie wird von dem Förderschullehrer in schwierigen Fällen ein Bericht erstellt, den die Eltern dem Arzt geben. Dieser ent-scheidet dann über eine Behandlung per Rezept. Bekommt ein Kind keine offizielle Sprachtherapie verordnet oder hat ein geringeres Sprachproblem, werden ab den Herbstferien ambulante Förderstunden über das BFZ an den Grundschulen installiert, die sich nach dem Bedarfsfall richten. Schwierig ist die Gestaltung der Förderung in den Randgebieten (z.B. Wrexen), da die Anfahrt für die i.d.R. wöchentlich statt findenden Angebote zu aufwendig ist.
   
Darüber hinaus findet – so weit als möglich auch in Zusammenarbeit der Fachkräfte,     
Spracharbeit als durchgängiges Prinzip Anwendung durch jede Lehrerin und jeden Lehrer im Klassen- und Fachunterricht.
   
3.7 Konzept zur Förderung der Lesefähigkeit   
Im Zuge der Überarbeitung des Curriculums wurde auch der Bereich Lesen in den einzelnen Schulstufen überarbeitet. Neben den allgemein gebräuchlichen Kriterien der Weiterentwicklung der Lesefähigkeit von Schülerinnen und Schülern – entnommen aus Förderplänen sowie des internen Rahmenplans der Heinrich-Lüttecke-Schule – lassen sich individuelle, von den Kolleginnen und Kollegen in ihren Unterricht integrierte Fördermöglichkeiten und –formen nennen.

Grundstufe („Klick“-Programm):
Buchstaben und Laute erkennen und verwenden:
- in Verbindung mit Liedern, Bewegungsspielen, rhythmischen Spielen und Auszählversen auf die Lautstruktur von Wörtern hinlenken
- Einsatz von Handzeichen
- Übungen zur Mundmotorik
- Optische Differenzierungsübungen
- Buchstaben kneten, sticken, fühlen, in Sand schreiben

Lautsynthese und Aufbau von Wörtern:
- Verschleifen von Silben mit Handzeichen
- Visuelle Wortgliederungen
- Rekonstruktion mit Handzeichen

Übungen zu Wortbausteinen:
- Wörter in Sprechsilben gliedern
- Signalgruppen beachten
- Einprägen von Wortgruppen

Entwicklung des Leseverstehens und des flüssigen Lesens:
- Einsatz des Leseschiebers
- Aufbau eines Sichtwortschatzes
- Zuordnung zu Bildern, Lesemalaufgaben, Lesepuzzle
- Sinnentnehmendes Lesen kleiner Texte
- ganzheitliches Erfassen von Wörtern mit zwei bis drei Buchstaben

Mittelstufe  (Arbeit mit „Klick“):

- Anwendung der Lesetechniken
- Sinngestaltendes Lesen (Gliederung von Texten in Sinnschritten durch Klangmodulation und Rhythmisierung)
- Informationen aus Texten entnehmen und reproduzieren
- Bedeutung von Wörtern erklären und Oberbegriffe nennen
- Kriterienwissen erwerben, Wertmaßstäbe nennen können
- Zeitliche Verläufe, Zeitstrukturen von Begebenheiten erkennen
- Teilnahme am landesweiten Vorlesewettbewerb der 6.Klassen


Hauptstufe (Arbeit mit „Klick“ und auszugsweise mit „Wortstark“ 6 u. 8):

Lesefähigkeit und Umgang mit Literatur:
- sinngerechtes und –betontes Vorlesen
- eigenständiges und stilles Lesen
- Leseflüssigkeit und – geschwindigkeit steigern
- Texte lesen und deren Sinn erfassen (Kurzgeschichten, Gebrauchstexte, Buch, Lektüre)

Umgang mit Sach- und Gebrauchstexten:
- Nachschlagewerke
- Unterschiedliche Formen von Printmedien kenne
- Hauptaussagen von Texten und Absätzen erfassen
- Textaussagen reflektieren und beurteilen
 
In allen drei Stufen gibt es individuelle Formen der Leseförderung:
- Tägliche Einzelförderung von stark leseschwachen Schülern durch Doppelbesetzungen, Praktikantinnen, differenzierte Arbeitsmaterialien, Arbeitsaufträge und Hausaufgaben
- Regelmäßige Vorlesezeiten
- Leseförderung in der Hausaufgabenbetreuung
- Vorbereitung und Durchführung des internen jährlich statt findenden Vorlesewettbewerbes vor den Osterferien
- Teilnahme am Zeitungsprojekt „Schule machen Medien“

Es wird angestrebt, dem Stundenplan jeder Klasse zwei Förderstunden zuzuweisen, um u.a. auch Lesefertigkeiten zu verbessern.
Ab dem Winter 2012 ist die Teilnahme am „Antolin“-Programm vorgesehen, die in der nächsten Konferenz zur Abstimmung kommen wird und entsprechende Literatur in der Schülerbücherei sowie den Erwerb der Computer-Lizenz vorsieht. (Anm.: Bei einer der nächsten Überarbeitungen des Schulprogramms könnte „Antolin“ näher erläutert werden).  

3.8  Medienerziehung   
Die Heinrich-Lüttecke-Schule verfügt inzwischen über eine ausreichende Ausstattung an Computern. Zuletzt wurden vom Schulträger die älteren Röhrenbildschirme durch Flachbildmonitore ersetzt und vom RP in Kassel konnten 30 Computer übernommen werden. Die zwei PC-Räume stehen für Gruppen in Klassengröße zur Verfügung (14 und 12 Arbeitsplätze, die über einen gemeinsamen Server mit dem Internet vernetzt sind).   
 Ziele des Computer-Unterrichts sind:   
 · Erlernen des Umgangs mit Computern (technische Handhabung)
· Nutzen des Computers zur Schreib- und Rechenförderung
· Arbeiten mit Lernprogrammen
· Übungen zur Konzentration
· Grundlagen der Textverarbeitung (Word) Schreiben von Texten, Speicherung und Ausdruck
· Kritischer Umgang mit dem Internet und
· Erlernen der Präsentationsmöglichkeiten von Arbeitsergebnissen und Projekten mit dem Power-Point-Programm.   
 
Der Computer-Unterricht ist eine zeitgemäße Ergänzung des Klassen- und Fach-unterrichts. Zudem hat Unterricht mit dem Smartboard Einzug gehalten, Powerpoint wird von den Schülern in Präsentationen angewandt.
Der Umgang mit dem Computer soll nicht nur die rein technische Handhabung beinhalten, sondern auch gesellschaftliche Aspekte mit einbeziehen. Besonders als Ganztagsangebote sollen im Rahmen von freiwilligen AG’s die verschiedenen Möglichkeiten mit diesem Medium vermittelt werden, sowohl die Vorteile, als auch die Gefahren gezeigt werden. Fächerübergreifend wird in der Oberstufe eine Lektüre behandelt, die die negativen Seiten des Chattens behandelt.

Ganztags- und Projektthemen sind:
· Surfen und Chatten,
· Textverarbeitung,
· Schülerzeitung,
· Abschlusszeitung,
· Lego - Trickfilme,
· Künstlerische Gestaltung, Fotografie und Kalender Herstellung.

Im Vormittagsunterricht können Lernprogramme genutzt, Lebensläufe und Bewer-bungen geschrieben oder Internet-Recherchen (z.B. Planung einer Klassenfahrt) durchgeführt werden.
Alle Klassen des Neubaus sind mit Internetanschlüssen versehen. Jede Klasse soll ab Winter 2012 ein Notebook erhalten. Die Klasse 1-3 verfügt über zwei feste Arbeitsplätze. 
 
Im Zuge der neu erstellten Lehrpläne der SfL ist die Medienerziehung im Bereich der Informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung (IKG) ausgearbeitet worden. Die HLS hat mit der Verankerung des neuen Faches in den Stundenplan bei den Praxisklassen begonnen. Die Erarbeitung eines Schulcurriculums wird auch die Erfahrungen im Umgang mit dem Computer der letzten Jahre nutzen. 
Folgende Aufgabenbereiche sollen im Mittelpunkt des Schulplanes stehen:

·  Fördern - Lernen - Üben
·  Schreiben
·  Informieren
·  Kommunizieren und Präsentieren
·  Gestalten
·  Konstruieren und Produzieren
·  Daten und Datenschutz

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler schnell im Umgang mit Internet und Spielen ist, aber große Mühe mit dem Schreiben von Texten, Gestalten von Präsentationen und inhaltlicher Auswertung von im Internet dargestellten Inhalten hat (Wikipedia). Eine curriculare schulische Planung wird zukünftig so gestaltet werden, dass die Motivation beim Arbeiten mit dem PC erhalten bleibt. Ein Schritt in diese Richtung sind die Prüfungen, die für unsere Schülerschaft seit dem Schuljahr 2012 stattfinden, damit sie den Berufsorientierten Abschluss erwerben können.

Aufgrund des Vorhandenseins eines Fotolabors ist es darüber hinaus möglich, entsprechende Kurse im handwerklichen Bereich anzubieten (Spiegelreflexkameras, eigenes Entwickeln und Vergrößern von Schwarz-weiß-Bildern). Technik, Umgang mit Chemikalien und Gestaltung bilden hierbei die Schwerpunkte, die sich sowohl in der Arbeitslehre als auch in der Medienpädagogik ansiedeln lassen.

Seit zwei Jahren hat die Schule im Zuge der Ganztagsausstattung einen Medienraum erhalten, in dem auch eine Schülerbücherei eingerichtet worden war. Momentan wird diese neu überarbeitet, damit sie nicht nur – wie bisher - spontan genutzt werden kann. Aktuell erfolgt eine Sichtung, Erweiterung und eine Konzepterstellung für die Nutzung.
Der Medienraum wurde gleichzeitig auch so eingerichtet, dass er mit Hilfe eines Beamers und entsprechender Audioanlage als Vorführraum für Filme und Präsentationen genutzt werden kann. Zur Unterstützung vor allem der Fächer Erdkunde und Geschichte werden von der Bildstelle ausgeliehene Fachfilme gezeigt. Bei Schulfesten und „Tagen der Offenen Tür“ werden interessierten Eltern und Schülern Dokumentationen über unsere Schularbeit dargeboten.
Alle Klassen wurden in den letzten Jahren mit CD-Playern ausgestattet. Diese werden hauptsächlich im Musikunterricht eingesetzt, selten auch im Fach Sport.

Vor zwei Jahren wurde ein Active Board angeschafft, welches im Englisch- und Fachunterricht zum Einsatz kommt. Im Nachmittagsunterricht wird ein Geometrie-Kurs angeboten, in dem sich das Board sehr gut nutzen lässt. Es befindet sich in einem Differenzierungsraum, der auf Anfrage von jeder Lehrperson belegt werden kann.
Um in dieses Medium einzusteigen wurden und werden dem Kollegium entsprechende Fortbildungsmaßnahmen angeboten. Ein Austausch der Lehrer untereinander hat begonnen, es existiert noch kein grundsätzliches inhaltliches Konzept für eine grundsätzliche Arbeit mit dem Board.
   
3.8 Ganztagsangebot   
 Seit dem Schuljahr 2003/04 ist die Heinrich-Lüttecke-Schule auf dem Weg zur Ganztagsschule (Abstimmung durch das Kollegium). Diese Schulform bietet unseren Schülerinnen und Schülern eine ergänzende Förderung und ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot sowie eine sinnvolle, vielfältige Freizeitgestaltung.
Sie eröffnet Möglichkeiten der Erhöhung der Bildungschancen, der Stärkung und Förderung vorhandener Interessen der Jugendlichen und eine Verbesserung der Kooperation zwischen Schülern untereinander sowie der Lehrer und Schülerschaft.
Der Einbezug außerschulischer Angebote kann neue Lernorte erschließen und das Schulleben bereichern.

Ursprünglich wurde die Entwicklung nach dem damals gültigen 3-Stufenmodell angestrebt, sofern die räumlichen, sachlichen und personellen Voraussetzungen gegeben sind:
1. Schule mit pädagogischer Mittagsbetreuung
2. Schule mit kooperativem Ganztagsangebot in offener Konzeption
3. Kooperative Ganztagsschule in gebundener Konzeption
Durch neue Gesetzentwürfe steht nun eine neue Gliederung der Entwicklung an, bei der wir uns auf Stufe 1 befinden (ganztägig arbeitende Schule mit freiwilligem Angebot an mind. 3 Tagen und mit 7 Stunden Angebot). Stufe 2 (freiwilliges Angebot an 5 Tagen mit 9 Stunden Angebot) kann erst beantragt werden, wenn alle weiteren Schulen Stufe 1 erreicht haben.
Für die Ausgabe und Durchführung des Mittagessens werden seit Oktober 2006 die Ausgabeküche und Cafeteria im Parterre des Neubaus genutzt.
Das Ganztagsangebot findet derzeit noch an vier Nachmittagen statt (von 14:00 bis 15:30 Uhr), mittwochs entsprechend eine Stunde früher. Inwieweit das Konzept abgeändert wird, hängt von der allgemeinen Planung der Schulorganisation ab.

Für die Durchführung entsprechender Kurse sorgte in den Anfangsjahren ein Teil des Lehrerkollegiums sowie, sofern es der Schuletat zuließ, auf Honorarbasis arbeitende Kräfte (Selbstverteidigungskurs, Kinderpflege). In den letzten zwei Jahren hat sich jedoch vermehrt der „Buddy“-Gedanke entwickelt, durch den Schüler von Schülern lernen und Ressourcen genutzt werden, die die Schule von sich aus bereits besitzt.
So finden sich immer wieder Schülerinnen und Schüler höherer Klassen mit gut entwickelten sozialen Kompetenzen, die ein Kursangebot übernommen haben, welches von Lehrpersonen nicht in dieser Form hätte durchgeführt werden können (z.B. Tanz-AG, Gesangs-AG, Manga-Zeichnen-AG, Angeln oder Jump Style). Begleitend steht diesen Schülern eine Lehrperson zur Gewährleistung der Aufsichtspflicht zur Seite; die inhaltliche Ausgestaltung liegt jedoch allein bei den Schülern. Ein entsprechendes Grundkonzept, welches mit den Anbietenden besprochen wird, liegt vor.
Für das nächste Schuljahr wird der Einbezug von Angeboten durch außen angedacht, damit z.B. der musikalische Schwerpunkt ausgebaut werden kann.

Für die Schülerinnen und Schüler der Grundstufe findet an vier Nachmittagen eine vom Sachkostenträger / Landkreis Waldeck-Frankenberg finanzierte Betreuung statt. Für die rund 20 Schülerinnen und Schüler sind zwei feste Betreuerinnen eingestellt, die die Kinder in der Zeit von 11:15 Uhr bis 15:30 Uhr betreuen, d. h. Spiel- und Freizeit-angebote sowie Hausaufgabenbetreuung anbieten. Zur Unterstützung dieser Tätigkeiten kommen hin und wieder Zivildienstleistende oder Praktikantinnen hinzu.

In der Mittel- und Hauptstufe sind laut Stundentafel zwei Wochenstunden Wahlpflicht-unterricht pro Klasse vorgesehen. Dieser Unterricht soll Angebote  enthalten, die über den normalen Klassenunterricht hinausgehen. Das für das Schulhalbjahr gültige Angebot ist immer auch abhängig von der Personalsituation und den Schülerinteressen, die regelmäßig abgefragt werden. Sie bestimmt sich aber zukünftig auch aus der Stundentafel, die für Hauptschüler vorgesehen ist.

Angebote der Vergangenheit waren u.a.
Reit-AG                 Gitarrenkurs                 Computer-AG        Theater-AG
Tischtennis            Textiles Gestalten        Badminton             Angeln
Trampolin               Bastel-AG                    Reiten                    Kochen
Experimente           Fußball                        Singen                   Fotografie, Video
Zeichnen                Zeitung

Im diesem Schuljahr finden folgende Veranstaltungen statt:
Jagdhorn-AG, Gesellschaftsspiele, Fußball, Lektüre, Gitarre, Geometrie, Kochen, Streetdance, Gesellschaftstanz, Werken, Töpfern und Schwimmen.
Ein neues Projekt stellt die AG „Kleintierzoo“ dar, die von einer Kollegin in Zusammenarbeit mit der Bürgerarbeitskraft gestaltet wird. Letztere trägt auch dafür Sorge, dass die Möglichkeiten dieses Angebots im Schulvormittag sinnvoll von Grundstufenkindern genutzt werden können.

Der Reitunterricht wurde im Schuljahr 1999/2000 begonnen und kommt jeweils zwei Klassen im Jahr zugute. Finanziert wird der Reitunterricht über das landesweite Projekt „Zusammenarbeit von Verein und Schule“. Es handelt sich dabei nicht nur um ein psychomotorisches Angebot, sondern auch um eine Ergänzung des Sportunterrichts, des Bereiches soziales Lernen und des Umgangs mit Tieren.

Folgende Vorgehensweise hat sich bei der Organisation des Ganztags-Angebotes bewährt: Gegen Ende eines Schulhalbjahres werden die Schülerinnen und Schüler nach ihren Interessen und den Erfahrungen mit dem bisherigen Angebot befragt. Zeitgleich reichen die Kollegen ihre Vorschläge für die Gestaltung der Nachmittage ein und mögliche „Buddys“ melden sich mit ihren Angeboten an (s.o.). Schwerpunktmäßig werden Themen aus Freizeitbereichen angeboten (Musik, Sport, Arbeitslehre, Computer, Theater und Spiel), da diese nicht nur „gut ankommen“, sondern das  Miteinander sowie die Kreativität und Beweglichkeit fördern. In letzter Zeit sind jedoch Angebote hinzu getreten, die einen späteren Erwerb höherer Bildungsabschlüsse unterstützen sollen (Geometrie, Lektüre). Hier ist der Zulauf noch etwas verhalten.
Das Einwählen in die Kurse übernimmt der jeweilige Klassenlehrer.
Nach Bedarf gehen die künftigen Kursleiter in die Klassen und stellen ihre Themen vor.
Die Verarbeitung der Daten erfolgt über das Sekretariat/ die Schulleitung.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler für die Kurse angemeldet haben, wird den Eltern in einem Informationsbrief mitgeteilt, an welchen Tagen die Kinder welchen Kurs besuchen und ob sie eine Mittagessenverköstigung wünschen.
So kann an den jeweiligen Tagen die Anzahl der Mittagessen an die uns beliefernde Firma durchgegeben werden. Kinder, die an den betreffenden Tagen keine gestempelte Essensmarke im Sekretariat holen, werden von der Liste gestrichen. Das Einsammeln der Gelder übernimmt  in den Grundstufen der Klassenlehrer. Ältere Schüler holen sich die Mittagessenmarken im Sekretariat selber. 
Ganztagesschüler, die am Vormittag nur vier Unterrichtsstunden haben, werden in der 5. und 6. Stunde betreut.

Das Mittagessen beginnt um 13.00 Uhr. Bis 14 Uhr können die Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben erledigen, was jedoch nur bei den Grundstufenschülern zum Pflichtteil des Nachmittages gehört (Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass eine gewisse Freiwilligkeit bei den Älteren gegeben sein sollte). Eine Lehrperson ist zur Aufsicht für diese Zeitstunde eingeteilt.
Um 14.00 Uhr übernehmen die Kursleiter ihre Angebote bis etwa 15.20 Uhr. Eine Schluss-Aufsicht gewährleistet die pünktliche Busabfahrt um 15.30 Uhr.     

3.9 Englischunterricht

Da die personellen Voraussetzungen seit dem  Schuljahr 2004/05 gegeben sind, wurde das Fach Englisch in die Stundentafel der HLS aufgenommen. Dieser Unterricht wird ab der Hauptstufe mit etwa zwei Wochenstunden durchgeführt (H9 drei Stunden). Schülerinnen und Schüler, die im Fach Deutsch gravierende Schwierigkeiten haben, müssen nicht verpflichtend teilnehmen.
Bis vor einem Jahr fand der Unterricht meistens parallel zu anderen Fächern statt. Dieses ist nun nicht mehr der Fall. Einzelne Schülerinnen und Schüler erhalten zeitgleich Leseförderung.

4.   Regelungen  zur Vertretung und zur Umsetzung der „Verlässlichen Schule     
Um die Vorgabe des HKM „... kein Kind wird mehr vorzeitig nach Hause geschickt...“ zu erfüllen, hat die Heinrich-Lüttecke-Schule verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, die bei Abwesenheit von Kolleginnen und Kollegen greifen können:

· Einsatz von Vertretungskräften, die im Rahmen der ehemaligen Maßnahme „Unterrichtsgarantie plus“ zur Verfügung stehen;
· Zusammenfassung mehrerer Schülergruppen (z.B. auch außerplanmäßige Nutzung einer Sporthalle);
· Klassenaufteilungen;
· Nutzung von Fachräumen (z.B. Medienraum, Bücherei, Musikraum für einzelne Schüler und Schülergruppen), wenn die Aufsicht gewährleistet werden kann.
· Nutzung des Computerraums für ältere Schülergruppen;
· Auflösung von Doppelbesetzungen., Förderkursen und Beratungsstunden, welche nicht verbindlich festgelegt sind;
· Vertretungsunterricht durch LIVs oder in der Grundstufe durch FSJlerinnen sowie erfahrenere Praktikantinnen;
· Praktikumsverlängerung der Praxis-Klassen, Zusatztage;
· In Ausnahmen: Geringfügige angeordnete Mehrarbeit einzelner Kolleginnen und Kollegen, vornehmlich auf freiwilliger Basis.
· 
Unterstützt wird der Vertretungsunterricht in der Vorbereitung durch
· Vorbereitungen der Lehrerin/ der Lehrers, wenn dieser dazu im Vorfeld oder während einer Krankheit dazu in der Lage ist; 
· die Erarbeitung eines Materialpools für interne und externe Vertretungskräfte, der ständig ergänzt wird;
· die Anschaffung von entsprechend geeigneten Materialien, die sich in der Lehrerbücherei im Lehrerzimmer befinden.
· Einübung von Formen des selbstverantwortlichen selbständigen Lernens

Um Vertretungsmaßnahmen möglichst gering zu halten, sollen Fortbildungen möglichst in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden. Bei Klassenfahrten sollen u.a. außerschulische Betreuungskräfte ins Auge gefasst werden (z.B. Erzieherinnen der Heime und Wohngruppen von Schülerinnen und Schülern). Falls möglich soll eine Bündelung von Klassen erfolgen, damit nicht zuviele Lehrerinnen und Lehrer der Schule gleichzeitig außer Haus sind.
Damit eine sinnvolle Planung des Vertretungsunterrichts möglich ist, sollen sich die Lehrkräfte möglichst frühzeitig krank melden und Veranstaltungen im Vorfeld ankündigen. Derzeit läuft die gesamte Vertretungsplanung über die Schulleitung. Ist diese erkrankt, gibt es benannte Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Stufen, die sich um eine Vertretung kümmern sollen.
 
5. Soziales Lernen   
    
5.1 Erziehungsauftrag im Unterricht   
 Soziales Lernen ist ein wichtiger Erziehungsauftrag in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das soziale Klima einer Klasse hat entscheidenden Einfluss auf die Lernprozesse eines jeden Kindes (s. auch Hattie-Studie).
Aus diesem Grund gilt an der Heinrich-Lüttecke-Schule eine erweiterte Didaktik, d. h. soziales Lernen findet in jeder Unterrichtsstunde, jeder Pause, jeder außerschulischen Veranstaltung sowie bei jeder Lehrerin bzw. jedem Lehrer statt.
Verhaltensweisen, die in der Schulordnung festgelegt sind, sollen eingehalten werden. Hierfür ist es erforderlich, dass das Kollegium die in Gesamtkonferenzen getroffenen Absprachen konsequent beachtet und umsetzt sowie die Elternarbeit in einem sinnvollen Maß pflegt. Zudem ist jede Lehrkraft mit ihrem Handlen Vorbild für die Schülerinnen und Schüler.
Die Lehrperson sollte ihre Schülerinnen und Schüler, deren Probleme und Belange stets ernstnehmen und ein entsprechendes Menschenbild im Umgang miteinander vermitteln.
Im Hinblick auf das spätere Arbeitsleben spielen in der gesamten Schulzeit die Grundtugenden eine wichtige Rolle, so dass in der HLS die Erziehung zu 
 
· Pünktlichkeit
· Zuverlässigkeit
· Ausdauer
· Durchhaltevermögen
· Höflichkeit
· Ehrlichkeit · Sorgfalt
· Konzentrationsfähigkeit
· Kreativität
· Teamfähigkeit
· Fleiß
· Verantwortungsbewusstsein   
  und Toleranz unterstützt werden soll.

Schülerinnen und Schüler sollen Verfahren und Verhaltensweisen erlernen, die zur Lösung von Problemen beitragen. Hierbei können Rollenspiele und Übungen an exemplarischen Beispielen ebenso hilfreich sein, wie die Bewältigung aktueller Konflikte.
Soziales Lernen ist als Erziehung zur Lebenskompetenz zu verstehen.

Das Fach Religion wird an der HLS durch Elemente des Ethik-Unterrichts ergänzt, welche Elemente aus verschiedenen Programmen zum Sozialen  Lernen beinhalten. So haben einige Kolleginnen an Lions-Quest-Fortbildungen und mehrtägigenen Veranstaltungen zum Klassenprogramm in der Sekundarstufe teilgenommen.
   
5.2 Pausengestaltung, Kiosk   
 
Die Gestaltung der Pausen soll nicht nur dem Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler gerecht werden, sondern nach Möglichkeit zu einem guten Miteinander beitragen.
Der Kiosk ist täglich geöffnet. Er wird an jedem Wochentag von einer anderen Klasse bestückt, die hierdurch ihre Finanzen aufbessert, deren Schülerinnen und Schüler aber vor allem zur Selbständigkeit und Projektorientierung erzogen werden (Begleitung durch Erwachsenen bis Klasse 8).
Um mögliche Tendenzen zu unnötigen Streitigkeiten gering zu halten, wurde für die Kinder der Unterstufe ein neu gestalteter Spielplatz hinter dem Schulgebäude mit Sandkasten und Spielgeräten zur Verfügung gestellt. In Regenpausen werden die Kinder im oberen Foyer betreut.   
Die älteren Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich auf dem Schulhof zu bewegen, auf Bänken in der Sonne zu sitzen, Basketball in einem umzäunten Platz oder Tischtennis zu spielen. In der kalten Jahreszeit kann in der Cafeteria gekickert und gespielt werden.

Alle Klassen sind mit altersgemäßen Spielmaterialien ausgestattet, die von der Klassenlehrkraft ausgegeben werden können. Außerdem stehen derzeit Überlegungen im Raum, Tischtennisschläger u.ä. für die Pause in einer Kiste zu lagern, doch konnte noch zu keinem übereinstimmenden Ergebnis gekommen werden. Bandmitglieder dürfen mit Sondergenehmigung der entsprechenden Lehrer im Bandraum proben.   
Der Hartplatz vor dem Schulgelände ist den Schülerinnen und Schülern vorbehalten, die in den Pausen Fußball spielen möchten. Die Benutzung ist nur bei trockenem Wetter erlaubt. Die Stichstraße zum Sportplatz kann teilweise als Spielstraße genutzt werden.    

6. Außerschulische Unterrichtsorte   
 
Der Klassen- und Fachunterricht wird bereits in der Unterstufe durch außerschulische Lernorte ergänzt. Dieses didaktische Konzept setzt sich über die Mittelstufe bis zu den Betriebspraktika in den Klassen 8 und 9 fort.
Gerade für die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen bietet die Einbindung solcher Aktivitäten in die unterrichtlichen Lernprozesse eine abwechslungsreiche Möglichkeit des Lernens in Zusammenhängen und in realen Situationen. Gleichzeitig wird das Verhalten an unbekannten Orten und bei Begegnungen mit anderen Menschen geschult.

An dieser Stelle sollen exemplarische einige außerschulische Lernorte genannt werden. Letztendlich wählen die Lehrpersonen auf Grundlage der Unterrichtsinhalte diese Lernorte aus oder holen sich „Experten“ in die Schule.   
    
6.1 Unterstufe    
 · Teiche im Stadtgebiet, Waldspaziergang mit einem Förster
· Stadterkundung
· Besuch eines Bauernhofs
· Fahrt zum Zoo
· Erkunden eines Supermarktes
· Regelmäßiger Besuch der Stadtbücherei
· Äpfelpressen
· Theaterbesuche
· Fahrradprüfung, Verkehrssicherheitstraining
· Reitabzeichen.
   
6.2 Mittelstufe   
 · Stadterkundung zu bestimmten Themen (Werbung, Arbeitsauftrag)
· Besichtigung des Rathauses (Wappen)
· Schlossbesuch, evt. Stadtführung
· Friedhofsbesuch
· Ausstellungsbesuche
· Fahrt zum Fortfun und dem Hessentag
· Kinobesuch
.   
6.3 Hauptstufe     

 · Betriebsbesichtigungen im Stadt- und Kreisgebiet
· Besichtigung des VW-Werkes
· Besichtigung des Rathauses (Ämter)
· Kreishauserkundung
· Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit
· Besuch des Job-Day’s, sofern geeignete Handwerksberufe vorgestellt werden.
· Berufskundliche Ausstellungen
· Betriebspraktika (Klasse 8 und 9)
· „Schnuppertag“ im Berufsbildungswerk
· Erlebnispädagogische Schwerpunkte (Kletterpark)
· Projekte im Rahmen der Praxisklassen und der Berufsfindung (Respekt...)
Durch die hohe Berufsorientierung der Schule und die vielfältigen Betriebspraktika konnten gute Partnerschaften zu den Betrieben aufgebaut werden, so dass vermehrt fächerübergreifende Inhalte mit Bezug zur Arbeitswelt in den Unterricht einfließen.    

6.4 Ergänzungen für alle Schulstufen   
 
Die Unterrichtsvorhaben können auch durch schulfremde Personen, sogenannte „Experten“ ergänzt werden. Zu bestimmten Sach- oder Berufsfragen können diese Personen in die Schule eingeladen werden.   
 Dies können sein: Vertreter...   
 ... von Handwerksberufen bzw. den Innungen,
... der Bundeswehr,
... der Feuerwehr,
... der Politik,
... von Umweltverbänden,
... von Suchtberatungsstellen oder
... der Ernährungsberatung   


Darüber hinaus findet in der Grundstufe jährlich eine Klassenfahrt statt.
In der Hauptstufe fahren die Schüler in den meisten Fällen in der siebten Stufe und in der Abschlussklasse für einen Zeitraum von fünf bis acht Tagen weg. 


7. Berufsorientierung    
 
Aktuell wird mit dem Kollegium an einem Konzept gearbeit, was den Einbezug der unteren Klassenstufen vorsieht. Die hier gemachten Aussagen beziehen sich zunächst auf die Zeit ab der Klassenstufe 7.

Zielsetzung der Hauptstufe ist, möglichst allen Schülerinnen und Schülern das Abschlusszeugnis der Klasse 9 der Schule mit dem Schwerpunkt Lernen zu ermöglichen (BO: Berufsorientierter Abschluss).   
Zusätzlich können geeignete Schüler/innen einen Hauptschulabschluss über den Besuch einer zehnten Klasse erwerben.
In den letzten Jahren ist es einigen Abgängern vermehrt gelungen, direkt nach der HLS eine Lehre zu beginnen, weil sie z.B. über die Teilnahme an der Praxisklasse gezeigt haben, dass sie bereits reif genug sind, eine Ausbildung zu starten.
Einige Schüler/innen besuchen einen Eibe-Kurs (Eingliederung benachteiligter Jugendlicher), wo sie den Eibe- oder Hauptschulabschluss erwerben können. Ab dem Jahr 2012 wird letzterer allerdings erstmals von der HLS selbst angeboten, so dass weit weniger Schüler/innen zur Berufsschule wechseln werden.    
Neben den fachlichen stehen auch die sozialen Voraussetzungen (vergl. 4.1) im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit.
   
7.1 Zusammenarbeit mit der Berufsschule
   
 
Die Berufsschule nimmt jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse auf. In der Regel handelt es sich um Entlassschüler/innen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben oder den Hauptschulabschluss in späteren Jahren anstreben.
Zwischen Berufsschule und Förderschule besteht eine intensive Zusammenarbeit. Eine Vertreterin der Berufsschule stellt im Rahmen einer Elternversammlung der Abschlussklassen mögliche weiterführende Maßnahmen vor und nimmt bei Bedarf an einer Gesamtkonferenz der HLS teil. Sie erhält Informationen über die Schülerschaft durch die Abschlussklassenlehrkraft, die für die weitere Beschulung nützlich sind (schriftlich und mündlich).
Die Schüler der 9. Klasse hospitieren sowohl einen Tag in der Berufsschule als auch im Berufsbildungswerk, welches in Einzeleinfällen ebenfalls Schülerinnen und Schüler von uns übernimmt, oft auch erst in späteren Jahren.   
    
7.2 Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit   
    
Neben der Hinführung zur Arbeitswelt in der regulär geführten Hauptstufenklasse (zwei 3-wöchige Betriebspraktika), der Arbeit in den Praxisklassen (hoher Praktikumsanteil, Tages- und Blockpraktika), Betriebsbesichtigungen und dem Kennenlernen verschiedener Handwerksberufe spielt die Kooperation mit dem zuständigen Berufsberater der Agentur für Arbeit eine wichtige Rolle.    

Ab der Klasse 8 beginnen die Besuche des Berufsberaters in der Schule, dessen Einzelberatungen im Januar vor dem Abschluss intensiviert werden.   
In die Kooperation ist seit Beginn der Praxisklassen-Konzeption eine Sozialpädagogin hinzugekommen, die die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen hervorragend ergänzt.   
    
7.3 Potenzialanalyse/ Berufliche Eignungsprüfung
    

Psychologen des Arbeitsamtes führen in der Klasse 9 berufliche Eignungsprüfungen durch. Die Ergebnisse dieser Prüfungen, ergänzt durch die Ergebnisse der jeweiligen Klassenlehrkraft, dienen dem Berufsberater als Grundlage für die Einzelgespräche mit den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern.
Potenzialanalysen wurden bisher von Dritten durchgeführt (BBW u.a.), können jedoch dank Fortbildung einiger Lehrpersonen und durch die Anschaffung des Verfahrens HAMET 2 ab Sommer 2013 ergänzend durch die Schule selbst durchgeführt werden („Handlungsorientiertes Verfahren zur Erfassung und Förderung beruflicher Kompetenzen“).
Die starke Handlungsorientierung unterscheidet den HAMET 2 vorteilhaft von anderen Verfahren in diesem Bereich. Er bietet eine umfassende, realistische Einschätzung praktischer Fähigkeiten und ist eine sinnvolle Ergänzung zu den Beobachtungen der Schülerinnen und Schüler im Praktikum. Berufsorientierte Zielsetzungen unserer Hauptstufe können hierdurch noch besser analysiert und unterstützt werden.

Durch die starke Berufsorientierung der HLS und die gute Ausbildungsplatzsituation der vergangenen Jahre ist es Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Lüttecke-Schule verstärkt möglich, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Durch den Förderstatus erhalten sie derzeit noch ausbildungsunterstützende Maßnahmen, die Hauptschülern nicht in diesem Umfang zugänglich sind.
   
7.4 „Praxisklassen“  
  
 
Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 haben Schüler/innen die Möglichkeit, eine Praxisklasse ab der achten Klasse zu besuchen, die über zwei Jahre läuft. Diese umfasst etwa 14 bis 16 Schüler/innen und wird von zwei Lehrkräften, sowie einer sozialpädagogischen Fachkraft mit einer halben Stelle für zwei Kurse unterrichtet und betreut.
Parallel dazu gibt es eine Regelklasse. Die bisherigen Erfahrungen mit der Praxisklasse sind sehr gut. Auch bei Eltern und Jugendlichen stößt unser berufliches Förderkonzept auf eine positive Resonanz.

In den siebten Klassen finden Informationsveranstaltungen für Schüler und Erziehungsberechtigte über das Praxisklassen-Konzept statt, so dass sich Interessenten unter den Schülern für diese Maßnahme bewerben können.
Aufgenommen werden können SchülerInnen, die
- die Heinrich-Lüttecke-Schule besuchen,
- die den festen Vorsatz und Willen haben, an einer Verbesserung ihrer schulischen Leistungen zu arbeiten u.U. den Hauptschulabschluss erlangen möchten,
- die gern praktisch arbeiten, aber sich noch mehr berufliche Orientierung wünschen.

Der Ablauf der Aufnahme setzt sich in der achten Klasse fort. Er entspricht im Wesentlichen den in der Handreichung des Kultusministeriums dargestellten Verfahren.
Zu Beginn der achten Klasse wird ein dreiwöchiges Berufspraktikum durchgeführt, welches anschließend bewertend reflektiert wird. Zusätzlich finden schulinterne „Fähigkeitsdiagnosen“ mit theoretischen und praktischen Anteilen statt, die u.a. Gruppenprozesse beinhalten. Am Ende dieser Vorgehensweise steht die endgültige Bildung der Praxisklasse, die ab den Herbstferien in einem eigenen Verbund unterrichtet wird. Wechsel im Nachhinein sind nur in Einzelfällen vorgesehen.

Der Unterricht der achten und neunten Praxisklassen wird neben einigen Vorgaben flexibel von den Lehrpersonen gestaltet. Er zielt darauf ab, individuelle Stärken der Schülerinnen und Schüler zu fördern und ihr Selbstwertgefühl zu steigern sowie Lern- und Leistungsrückstände aufzuarbeiten. Die Zeugnisse unterscheiden sich von den herkömmlichen insofern, dass einige Unterrichtsfächer verbunden werden (z.B. Naturwissenschaften, musische Fächer) und ein Notenschwerpunkt auf der Praxis liegt.
Die Verbindung zwischen Schule und Betrieb erfolgt über „Praxistage“: An drei Tagen findet regulärer Unterricht statt, an zwei Tagen gehen die Praktikanten bis zu acht Stunden in einen Betrieb.

Folgendes Modell hat sich bewährt:
Nach den Weihnachtsferien erfolgt ein einwöchiges Blockpraktikum, nach einer weiteren Schulwoche finden die Praxistage statt, wie oben beschrieben. Nach den Osterferien wird dieses erneut durchgeführt, so dass die Schülerinnen und Schüler die Praktikumsbetriebe und Arbeitsbereiche wechseln können. Diese Vorgehensweise hat sich als sinnvoll heraus gestellt, da die Jugendlichen zuvor über wenig betriebliche Erfahrungen verfügen und somit in behutsamer Weise in die Maßnahme hineingeführt werden.
In Klasse 9 wird das Konzept entsprechend weiter geführt. Dabei kann es vorkommen, dass auch eine längere Blockphase in Betrieb oder Schule stattfindet, z.B. wenn die Schülerinnen und Schüler eine Präsentation vorbereiten oder ein Projekt durchführen. Am Ende einer jeden Praktikumsphase wird das Gelernte dargestellt.
Während der zwei Jahre finden i.d.R. eine Klassenfahrt und ein bis zwei Projekte statt. Es werden Betriebe besichtigt und erlebnispädagogische Schwerpunkte gesetzt, die u.a. die Gruppenfähigkeit fördern.

Das Fortbildungskonzept unserer Schule ist und wird auf die Erfordernisse einer Erfolg versprechenden Umsetzung der Praxisklassen – Maßnahme angepasst.
Neben einem regulären Klassenraum (ein Großraum vorhanden) werden zusätzlich der Medienraum, der PC-Raum und der Differenzierungsraum mit Smart-Board genutzt. Hierdurch können Präsentationen der Schülerinnen und Schüler optimal umgesetzt werden.

Umfang der sozialpädagogischen Betreuung
Es wurde die Einstellung einer sozialpädagogischen Fachkraft mit einer halben Stelle (23 Stunden) vorgenommen. Sie dient zur Unterstützung der Praktikumberatung, der Gesamtorganisation, der langfristigen Planung, der Zusammenarbeit mit den Unternehmen, dem Aufnehmen neuer Entwicklungen und zur individuellen Förderung einzelner Schüler. Auch die Erstellung von berufsnotwendigen Textdokumenten an Computern gehört zu ihrem Aufgabenfeld. 

8. Konzepte zur Gesundheitsförderung, Gewalt-  und Suchtprävention, Umwelterziehung   

8.1 Konzepte zur Gewaltprävention   
Gewalt in der Schule oder Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist ein Phänomen mit gesellschaftlichen Ursachen und Ausmaßen. Auch die Heinrich-Lüttecke-Schule bleibt von solchen Verhaltensweisen nicht verschont.
Das Kollegium ist sich einig darin, alles zu tun, um gewalttätigem Verhalten mit allen nötigen Konsequenzen zu begegnen und die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu anderen Wegen von Problemlösungen zu führen.
Bei den Schülern soll eine Akzeptanz und Identifikation von und mit Schule bewirkt werden, die sie davon abhält, Toiletten, Wände, Türgriffe oder Mobiliar zu beschmutzen und zu beschädigen (Vorbeugung und Vermeidung von Vandalismus). Darüber hinaus sollen sie lernen, sich verbal angemessen zu äußern und zu einem respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen angeleitet werden.   
 
Lions Quest, als ein Schwerpunkt in der Arbeit zur Gewaltprävention war und wird weiter ein bestimmendes Fortbildungsthema unserer Schule sein. Die Umsetzung dieses Ansatzes soll in allen Klassen im Rahmen des Faches Ethik/Religion erfolgen. Darüber hinaus kommen verschiedene Aspekte aus Fortbildungen zum Sozialen Lernen zum Tragen (Lernprogramm Sekundarstufe).

Durch eine Lehramtsanwärterin initiiert wurde einige Zeit die Methode des Trainingsraums erprobt. Sie konnte jedoch auch aus personellen und räumlichen Gründen nicht konsequent weitergeführt werden und behielt eine „Inselstellung“ innerhalb der Schulgemeinde. Trotzdem ist die Art der Gesprächsführung in der Reflektion von Unterrichtsstörungen bei den teilnehmenden Kollegen erhalten geblieben und trägt positiv zur Verhaltensbesserung bei. Gleiches gilt für die vorübergehende Nutzung einer Mediatoren-Stunde, die einige Zeit lang erprobt wurde.

Jede Lehrperson begegnet Unterrichtsstörungen im Klassenraum mit der ihr eigenen Handlungskompetenz. Das Kollegium tauscht sich über Schülerinnen und Schüler mit besonders schwierigem Verhalten in regelmäßigen Abständen im Anschluss an den organisatorischen Teil der Gesamtkonferenzen aus. Hier wird gemeinsam nach Lösungen und Vorgehensweisen gesucht, die oft gute Handlungsmöglichkeiten bieten. Aktuell wird verstärkt über die Einrichtung von „Runden Tischen“ nachgedacht, welche derzeit nur in Einzelfällen einberufen werden. Fallbesprechungen im eigentlichen Sinn finden derzeit nicht statt.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der internen, gegenseitigen Beratung unter Lehrkräften und das Angebot freiwilliger Treffen zum Konzeptaustausch, zu dem vorwiegend die Lehrpersonen mit den entsprechend studierten Fachrichtungen Sinnvolles beitragen können.
   
8.2 Schulsozialpädagogin   
 
Der Einsatz eines Schulsozialpädagogen wurde in früheren Jahren beantragt, jedoch nicht bewilligt, so dass die vorhandenen Lehrpersonen und die Sozialpädagogin der Praxisklassen diesen Bereich abfedern:
   
 · Klassenbetreuung:
o Klassenplanungs- und Reflexionsgespräche mit Lehrern
o Begleitung auf Klassenfahrten
o Nach Bedarf Sozialtrainingsstunden
· Projekte zur Gewaltprävention
o Workshops für Mädchen und Jungen
o Theaterstücke und Filmvorführungen zum Thema Gewalt
o Netzwerkbildung: Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen den ansässigen Schulen und Institutionen wie Polizei, Ordnungsamt, Jugendamt und Jugendzentrum
· Pausen und Spielangebote
· Lern- und Hausaufgabenhilfe im Rahmen der pädagogischen Mittagsbetreuung
· Individuelle Förderung mit Computerlernprogrammen (Lernwerkstatt, u.ä.)
· Einzelfallhilfe bei Schüler/innen mit individuellen familiären oder schulischen Problemlagen
· Zusammenarbeit mit den Eltern
o Anwesenheit während der Schulelternabende
o Vorstellung von speziellen Themen
o Einzelfallhilfe zur Stärkung der Erziehungskompetenz
· Unterstützung im Rahmen des Beratungs- und Förderzentrums unserer Schule bei Schülern mit Förderschwerpunkten im sozialen Bereich
· Teilnahme an Konferenzen und Pädagogischen Tagen
· Unterstützung bei Betriebspraktika und berufsbegleitenden Maßnahmen, sowie Rückführungen zur Hauptschule.
   
8.3 Stärkung des „Wir-Gefühls“   
 Ein weiterer Schwerpunkt unserer Schule ist die Stärkung des „Wir-Gefühls“ durch Klassen- und Schulfahrten in allen Schulstufen: die Grundstufe fährt an drei Tagen in die unmittelbare Umgebung, die Abschlussschüler zieht es schon einmal für eine Woche an die Nordsee oder in die Berge.  Seit einigen Jahren finden Schulübernachtungen einzelner Klassen statt. An Sportturnieren z. B. Fußball und Badminton nehmen Schülergruppen regelmäßig teil. Unser Projekt „Schulband“ ist schon seit mehreren Jahren etabliert und tritt häufig regional auf, z.B. beim letzten Hessentag, bei Schulfesten des BBW oder Bathildisheims, sowie  bei Bandwettbewerben in den umliegenden Gemeinden – immer auch begleitet und unterstützt von vielen Kindern unserer Schule. Projekttage, Schüler AG’s, von der Theater AG bis zum Selbstverteidigungskurs und Schulfeste runden das Angebot ab.
In den letzten zwei Jahren sind Tanz-Auftritte durch eine entsprechende von einer Schülerin geleitete Arbeitsgemeinschaft hinzu getreten.

Schülerinnen und Schüler der HLS erfahren darüber hinaus durch das Ganztages-angebot und die musisch-künstlerischen Fächer, wie Freizeit sinnvoll gestaltet werden kann. Hierdurch erwerben sie ein Repertoire an Möglichkeiten, die sie auch außerhalb von Schule und für ihr späteres Leben nutzen können, so dass hier per se ein Beitrag zur Gewaltprävention gesehen werden sollte.
 

8.4 Gesundheiterziehung   
 
Durch den Hauswirtschaftsunterricht, Biologie, die tägliche Arbeit in den Klassen, Sportveranstaltungen und die Mädchen-Gruppe werden den Schülerinnen und Schülern wichtige Aspekte zur Gesunderhaltung, Fitness, Ernährung und allgemeinen Lebens-weise mit auf den Weg gegeben. Diese sollen ihnen helfen, eine hohe Lebensqualität in Bezug auf Körper und Ernährung zu entwickeln, die sich auch auf das Erwachsenen-alter erstreckt.
Leider wird durch Werbung, Alltag und das Konsumverhalten vieler Erwachsener diese Wissensvermittlung nicht immer unterstützt oder gelebt. So ist „Rauchen“ immer wieder ein Thema unter den Jugendlichen in der Schule, welches temporär auftaucht. Im  Bezug auf Alkohol verfügen Einige über ein recht hohes Wissen, welches sie teilweise anwenden können, was sich beim Besuch entsprechender Präventionsveranstaltungen zeigt.
Die Suchtmittelproblematik wird für die HLS nicht allzu hoch gesehen, da die enge Bindung zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler so eng ist, dass bei möglich auftretenden Einzelfällen gut und sinnvoll reagiert werden kann. Gleiches gilt für krankhafte Essgewohnheiten, Gewalt in der Familie und selbstverletzendes Verhalten.

In der Grundstufe wird in regelmäßigen Abständen eine Veranstaltung durch das Gesundheitsamt durchgeführt, die speziell auf die gesunde Ernährung abzielt. Im Schulalltag sind wir außerdem darum bemüht, dass von Schülerinnen und Schülern gestaltete Angebot des Kiosks entsprechend zu hinterfragen und ständig zu aktualisieren.
   
8.5 Suchtprävention   
 
Suchtverhalten beeinträchtigt die persönliche Entwicklung und das Sozialverhalten eines Menschen aufs Schwerste. Positives Sozialverhalten und ein Zusammenleben in der Gemeinschaft werden durch Sucht erheblich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht.   
 Wenn auch in der Vergangenheit kaum Suchtverhalten bei Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Lüttecke-Schule bekannt geworden sind – jedenfalls nicht während der Unterrichtszeiten – darf Suchtprävention nicht vernachlässigt werden. Suchtverhalten innerhalb der Familien wird oft nicht als solches oder unproblematisch eingestuft (Fernsehen, Zigaretten, Alkohol)   
 Ziel der schulischen Präventionsarbeit ist die Primärprävention, die es als ihre Aufgaben ansieht, die Entwicklung von Suchtverhalten bereits im Vorfeld zu vermeiden und Schüler befähigen, dieses zu erkennen, zu reflektieren und eine eigene Stellung zu beziehen. Viele Belastungen im Leben können nicht ausgeräumt bzw. verhindert werden, aber die Schule kann dazu beitragen, Fähigkeiten zu entwickeln, sie zu bewältigen oder sogar konstruktiv zu nützen.    
 Als eine der größten Krisen im Leben benötigen junge Menschen vor und in der Pubertät besondere Begleitung und Unterstützung.   
 
Zwei Ansätze sollen genannt werden:   
 · Der spezifische Ansatz, der sich zum einen auf Aufklärung über Sucht-gefahren und die Wirkung bzw. Schädigung durch Suchtmittel und Suchtverhalten richtet, der darüber hinaus aber auch hilft, solches Wissen zu verarbeiten und im Gruppendruck und Stresssituationen verfügbar zu machen.   
 · Der unspezifische Ansatz, der sich die Förderung von Eigenschaften und Verhaltensweisen zum Ziel gesetzt hat, die eine Suchtgefährdung bei Jugendlichen verringert. Hinzu gehören die Stärkung des Selbstwertgefühls, positive Erlebnisse, soziale Integration, Freude am Leben zu haben, aber auch Selbstkontrolle und Selbstdisziplin zu üben.
   
 Die Eltern und Erziehungsberechtigten sind immer in diese Arbeit einzubeziehen. Neu eingeführt im Landkreis wird das Programm „HALT“, welches sich primär und sekundär an jugendliche Risiko-Konsumenten von Alkohol wendet (Infos bei Frau Voßhage).   

8.6 Schulinterne Lösung eines präventiven Umgangs mit Rauchen   
 
In Abstimmung mit Gesamt- und Schulkonferenz wurde ein festes Regelwerk etabliert, welches durch zuvor festgelegte pädagogische Maßnahmen und Ordnungsmaßnah-men zum Ziel hat, die Schule zur rauchfreien Zone werden zu lassen.
In gestufter Form werden Regelverstöße geahndet. Zum Einsatz kommen Gespräche, Elternbriefe und die Durchführung besonderer Arbeiten.
Neu aufgenommene Schülerinnen und Schüler unterschreiben eine Verpflichtung, an unserer Schule nicht zu rauchen. Im Laufe der letzten Jahre hat die Zahl der Rauchervorfälle merklich abgenommen. Es gibt jedoch „Zeitwellen“, denen verstärkt entgegen gewirkt werden soll.

In diesem Zusammenhang werden im Bereich „Biologie“ Themen zur Gefahr des Rauchens und zur Suchtgefährdung durch Alkohol behandelt. Fächerübergreifend werden im Fach Deutsch ausgewählte Lektüren gelesen („Hau ab, du Flasche“ u.a.).
   
8.7 Schulthemen im Bereich Umwelterziehung   
 
In den Naturwissenschaften werden besonders in der Hauptstufe umweltrelevante Themen behandelt.
Biologie: Müll, Verbrennung, Kompostierung, Luftverschmutzung und -reinigung, Nahrungskette, Wasserverschmutzung, Reinigung von Abwässern, Hygiene, Krankheiten, Sexualkunde;
Physik/Chemie: Nachweis und Auswirkungen von Säuren, Entstehung von CO2 (CO2 +H2O > H2CO3), Entstehung von SO“+H2O > H2CO3

In der Grundstufe werden umweltrelevante Themen auf entsprechend kindgerechtem Niveau vermittelt. Hier gibt es neben einer Waldwoche, Klassenfahrten, Bienenprojekte und auch Beschulung an außerschulischen Lernorten. Im Fach Sachunterricht steht ausreichend Zeit und Raum zur Verfügung, um diese Themen aufzugreifen.    

9. Weitere Veranstaltungen   

9.1 Klassenfahrten und Schullandheimaufenthalte   
 
Klassenfahrten oder Aufenthalte in Schullandheimen sind wertvolle außerschulische Ergänzungen des Unterrichtes. Sie sollen möglichst in jeder Schulstufe wenigstens einmal durchgeführt werden.   
Klassenfahrten sind rechtzeitig zu planen und inhaltlich vorzubereiten. Sozial schwache Eltern müssen die Gelegenheit erhalten, mehrere Monate vor der Durchführung der Klassenfahrt in Raten die erforderliche Geldsumme anzusparen. In bestimmten Fällen sind auch Zuschüsse des Fördervereins der Schule möglich.   
Die Vorgehensweise ist in einem schulinternen Merkblatt geregelt. Die einschlägigen Erlasse und Verordnungen sind zu beachten.
   
9.2 Feststehende Veranstaltungstermine   
 
Seit vielen Jahren gibt es festgelegte Veranstaltungstermine, die in jedem Schuljahr gültig sind. Erwähnt wurden bereits die Schulfeste und Projektvorhaben.    
 
Schlittschuhlaufen/ Schwimmtag
In der ersten Dezemberwoche fahren alle Klassen der Heinrich-Lüttecke-Schule mit Bussen in die Eissporthalle Kassel oder das Lagunen-Bad in Willingen.
Für die Schülerinnen und Schüler ist dieser Tag nicht nur eine wertvolle Ergänzung des Sportunterrichts, sondern stellt in erster Linie den Erhalt eines guten Schulklimas über ein stufenübergreifendes Freizeitangebot dar.   
 
Vorlesewettbewerb des Buchhandels
Anfang Dezember nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 am Vorlese-wettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil. Neben dem Klassen-lehrer gehört auch eine Buchhändlerin zur Bewertungsjury. Hierzu können auch die Schulelternbeiratsvorsitzende und der/die Schulsprecher/in gehören.
Die Buchhändlerin spendet für jedes teilnehmende Kind einen Buchpreis.
Der Sieger des Vorlesewettbewerbs nimmt am Kreisentscheid teil.
Diese Wettbewerbe werden von den Klassenlehrern eigenverantwortlich gestaltet. So können beispielsweise verschiedene Disziplinen absolviert werden (un-/bekannte Texte, Gedichte, Vorträge) oder übergreifende Klassenvergleiche durchgeführt werden.

Schulinterner Vorlesewettbewerb
Vor den Osterferien finden in allen Klassen schulinterne Vorlesewettbewerbe statt. Termine und Klassenetats für Buchpreise werden in der Gesamtkonferenz festgelegt. Gewählte Elternvertreter der Klassen können eingeladen werden.
Diese Wettbewerbe werden von den Klassenlehrern eigenverantwortlich gestaltet. So können beispielsweise verschiedene Disziplinen absolviert werden (Texte; Gedichte, Vortrag) oder übergreifende Klassenvergleiche durchgeführt werden.   
 
Rosenmontag
Seit Jahrzehnten ist es Tradition, in der HLS Fasching zu feiern, da zum Einzugsbereich der Schule auch die Karnevalshochburg Volkmarsen zählt. Seit 2010 zeichnet sich die Tradition ab, mit der Sekundarstufe im nahegelegenen Jugendzentrum „Come in“ eine vierstündige Feier mit Kostümprämierung zu veranstalten.
In 2012 wurde die Veranstaltung zum ersten Mal durch einen Talent-Wettbewerb bereichert, 2011 wurden Wetten angeboten.
In zukünftigen Jahren sollten Angebote in Betracht gezogen werden, die durch einzelne Lehrpersonen und Schülergruppen vorbereitet und moderiert werden (z.B. Tanz-Vorstellungen, Jux-Olympiaden, Wettbewerbe). Die Raumgestaltung, die Musikplanung u.ä. könnten Bestandteil von vorbereitenden Unterrichtsstunden werden.

Die Grundstufe feiert i.d.R. ein eigenes kleines Fest im oberen Foyer des Neubaus, das eher kindorientiert ist.   
 
Bundesjugendspiele
Sie finden in der Regel vor den Sommerferien statt, wenn das Wetter die Durchführung nicht verhindert. Die Entlassschülerinnen und Schüler nehmen nach Möglichkeit daran teil, bekommen jedoch auch die Möglichkeit, diese im Rahmen des Sportunterrichts durchzuführen.
Außerdem wird die Durchführung des Sportabzeichens forciert, welches innerhalb einer Projektwoche erworben werden kann. Bisher wurde es noch nicht in den regulären Sportunterricht aufgenommen, worüber nachgedacht werden könnte.   
 
Schulfeste und Tag der Offenen Tür
In der Vergangenheit wurden diese unter Beteiligung der gesamten Schulgemeinde geplant und durchgeführt. Diese Veranstaltungen wurden nicht nur gut besucht, sondern trugen auch zum guten Ansehen der Heinrich-Lüttecke-Schule in der Öffentlichkeit bei.
Die letzte Präsentation der Schule fand im Juni  2012 statt. Sie hatte das Ziel, Elternschaft und Öffentlichkeit in dem Jahr der beginnenden Inklusion über Konzepte und Fördermöglichkeiten an der HLS zu informieren. Zudem wurden Ergebnisse der Projektwoche vorgestellt.    
Für die Zukunft sind verschiedene Formen von Veranstaltungen denkbar, die Festlegung erfolgt in den Gesamtkonferenzen.
   
Jugendverkehrsschule
In der Regel beginnt die Jugendverkehrsschule im Februar eines jeden Jahres. Sie findet in Mengeringhausen statt und besteht aus fünf Übungen, davon zwei im Realverkehr. Die Jugendverkehrsschule wird ab der Klasse 4 durchgeführt.
Die Übungen im Realverkehr werden direkt ab der Schule absolviert und führen zum Fahrradführerschein.   
 
Sportwettbewerbe, Abzeichen
Wie bereits in der Vergangenheit wird die Heinrich-Lüttecke-Schule – wann immer es möglich ist – an regionalen bzw. überregionalen Schulsportwettbewerben teilnehmen.
Fester Bestandteil ist das jährliche Fußball- und Badmintonturnier der Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Ein Futsal-Turnier ist hinzugetreten.
Im Rahmen des Reitunterrichts gibt es die Möglichkeit, das „kleine Hufeisen“ zu erwerben.
Ziel der HLS ist, jedem Kind bis zur vierten Klasse das Schwimmen beizubringen und für ältere Schülerinnen und Schüler ein Schwimmangebot im Nachmittag zu offerieren. Der Hintergrund liegt u.a. in der Überlegung, dass unsere Schülerschaft im Erwachs-enenalter vielleicht nicht das Geld haben wird, um kostspielige Freizeitmöglichkeiten zu nutzen. In unserer ländlichen Gegend ist das Schwimmen somit eine gute Zukunftsoption, auch um sich körperlich fit zu halten.    
    
10. Kooperationen mit Eltern, Erziehungsberechtigten und Ämtern    
 
Die Schule arbeitet im Netzwerk mit verschiedenen Institutionen zusammen und kooperiert mit den umliegenden Regelschulen im Rahmen der Arbeit des Beratungs- und Förderzentrums.
Um eine möglichst optimale Förderung der Schüler zu erreichen, wird Wert auf eine guten Kontakt zu den Eltern und Erziehungsberechtigten gelegt.
In Einzelfällen findet Beratung mit Hinzuziehung  des Jugendamts, des Ordnungsamts und der Polizei der Stadt Bad Arolsen, sowie des Gesundheitsamtes statt.
   
Elternarbeit
Die Elternarbeit obliegt innerhalb der Schule in erster Linie dem jeweiligen Klassenlehrer. Er entscheidet in wesentlichen Teilen, wie sich sein Kontakt zu den Eltern gestaltet. Verpflichtend durchzuführen sind ein Elternabend zu Beginn des Schuljahres, welcher mit den anderen Klassen auf Band gelegt stattfindet und ein Elternsprechtag nach den Halbjahreszeugnissen.
Darüber hinaus können Elternabende beispielsweise zur Planung von Klassenfahrten oder Informationsabende über Schullaufbahngestaltungen einberufen werden.
Weitere Kontaktmöglichkeiten können sein:
· Telefonate
· Gespräche in der Schule
· Hausbesuche
· Schriftliche Informationen
· Schulkonferenzen
· gemeinsame Klassenausflüge
· Elternstammtisch oder regelmäßige Treffen mit Elternbeiräten

Die vom Klassenlehrer zwei Mal im Jahr erstellten oder erweiterten Förderpläne sind mit den Schülern und Eltern durchzusprechen, was am besten in Einzelgesprächen möglich ist. Auch im Rahmen der Arbeit des BFZ kommt es zu Elterngesprächen, die folgende Inhalte zum Anlass haben können:
· Förderung und Verbesserung der Verhaltens- und Lernsituation
· Anamnese und Schullaufbahnberatung im Rahmen sonderpädagogischer Stellungnahmen
· allgemeine Beratungen in der Regelschule in Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin/ dem Klassenlehrer
· bei Maßnahmen zur Berufsorientierung
· bei besonderen Problemen im häuslichen Bereich
· Planungen von besonderen Veranstaltungen.

Gespräche und Elternbriefe aus Anlass gravierender Verstöße gegen die Schulordnung  und Schulpflicht  sollen in den Schülerakten dokumentiert werden.
Offizielle Zusammenarbeit findet darüber hinaus in der Schulkonferenz statt, der u.a. die Elternvertreter angehören. Hier wird über Änderungen des Schulprogramms entschie-den und über wichtige Entscheidungen diskutiert und abgestimmt.
Die Elternschaft bekommt über den gewählten Schulelternbeirat und über regelmäßige Informationsbriefe Neuerungen, Schulaktivitäten und Änderungen des Personalstammes mitgeteilt.

Gute Erfahrungen  machten wir  bei der Mitarbeit der Eltern, wenn es um die Gestaltung von Schulveranstaltungen ging. In Elternbriefen werden die Veranstaltungen bekannt gemacht und die Eltern zur Mitarbeit aufgefordert. Besonderes Engagement zeigten Eltern im Bereich Gastronomie, Aufsichten, Kassenführung und Sponsoring.

Die Schulleitung ist für die Eltern täglich im Vormittag erreichbar. Die Klassenlehrer-innen und –lehrer bieten ihrerseits Sprechzeiten an, die nicht an festen Tagen liegen müssen, sondern in einer guten Erreichbarkeit bestehen.   

 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt   
 
In der Heinrich-Lüttecke-Schule wird es immer wieder Schülerinnen und Schüler geben, deren Lebensumstände die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt nötig machen.
Insbesondere bei Problemen im häuslichen Bereich müssen Lösungen mit dem Jugendamt gefunden werden. Dieses können gemeinsame Elternbesuche sein oder die Vermittlung von Kontaktaufnahmen zwischen Jugendlichen und dem Jugendamt. Eine besondere Berücksichtigung kommt hier der Mädchenarbeit zu (z. B. Gewalt und sexuelle Belästigung).
Ab Sommer 2005 wurde ein regelmäßiges Zusammentreffen in größeren Abständen zwischen Vertretern des Beratungszentrums sowie betroffenen Klassenlehrern und dem Jugendamt anvisiert. Dieses konnte aus organisatorischen Gründen und auch im Bezug auf die Schweigepflichtsreglung nicht in dieser Form durchgeführt werden, so dass eine Zusammenarbeit in Einzelfällen geblieben ist. Diese greift, sofern die Eltern und Erziehungsberechtigten mit der Weitergabe von Informationen durch das Jugendamt einverstanden sind.   
    
Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologischen Dienst und der Kinder- und Jugendpsychatrie   
 
Bevor die Schulen des Einzugsbereiches der Heinrich-Lüttecke-Schule Kinder zur Feststellung eines Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung melden, ist teilweise der  Schulpsychologe / die Schulpsychologin zuvor tätig gewesen oder in den Akten finden sich Berichte der KJP Kassel. In Einzelfällen kommt es zur konkreten Zusammenarbeit und Terminvereinbarungen (z.B. mit der Außenstelle in Korbach, die sich dem Kollegium durch Herrn Meesters vorgestellt hat). Die Marsberger Psychatrie wird gelegentlich von Heimeinrichtungen oder Eltern zu Rate gezogen.
Auch hier nahmen Lehrer der HLS in der Vergangenheit an Abschlussgesprächen teil.
Der für den Schulamtsbezirk zuständige psychologische Dienst des Staatlichen Schulamts wird eher in Ausnahmefällen oder von den Regelschulen angefordert.    
 
Zusammenarbeit mit den Schulärztinnen

Die Schulärztinnen des Gesundheitsamts sind für die einzuschulenden Erstklässler im Vorfeld zuständig. Ihre Berichte enthalten ggf. Hinweise auf die Förderschwerpunkte eines Kindes oder die kommende Schullaufbahn. Zu persönlichen Kontakten kommt es i.d.R. nicht, zumal im Sinne des inklusiven Gedankens zukünftig immer weniger Kindergartenkinder geben wird, die direkt in eine Förderschule aufgenommen werden.    
    
Zusammenarbeit mit der Polizei

Die Heinrich-Lüttecke-Schule pflegt eine gute Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei, die sich sowohl auf grundsätzliche Präventionsarbeit (Ausstellungen und Führungen durch Kollegen im Haus und außerhalb; Präventionsthematiken in den Klassen) als auch auf Kooperation im Einzelfall bei speziellen Schülern gründet.
Zu spontanen Einsätzen kam es in der Vergangenheit eher selten.
Im Gesamtpräventionsrat der Stadt, der regelmäßig von Frau Voßhage besucht wird, sitzen ebenfalls Vertreter der Polizei, so dass die „aktuellen Strömungen in der Stadt und den Schulen“ bis zur HLS vordringen.
Kleinkriminalität kommt an der HLS selten vor.
   
11. Förderverein der Heinrich-Lüttecke-Schule   
 
Der Förderverein der Heinrich-Lüttecke-Schule hat z. Zt. 35 zahlende Mitglieder. Vorsitzende des Fördervereins ist Frau Wiezoreck. Aus den Mitteln des Fördervereins werden Zuschüsse für Klassenfahrten, Unterrichtsmaterialien und Personalausgaben für zusätzliche Fördermaßnahmen bestritten.
Einnahmen sind u.a. durch Spenden der Banken, Stiftungen und die Vergabe von Lotteriegeldern zu verzeichnen, die meistens an konkrete Vorhaben gebunden sind. Eine Anfrage auf Unterstüzung besteht beim Amtsgericht Korbach. Der Schriftverkehr für Sponsoring läuft in der Regel über die Schulleiterin.
Der Förderverein der Schule trifft sich i.d.R. ein Mal im Jahr.
       
12. Schulweg- und Schulsicherheit   
 
Zurzeit wird die Heinrich-Lüttecke-Schule von rund 90 Schülerinnen und Schülern besucht. Der Großteil kommt zum Schulbeginn mit Bussen der Firma Kotsch aus den umliegenden Orten, ein kleinerer Anteil der Schülerschaft wohnt in Bad Arolsen.
Dieser kommt meist zu Fuß, einige wenige fahren mit Rad oder Roller (s. Anlage)
Die Rückfahrzeiten variieren innerhalb der Woche. Schulschluss ist am  Montag, Dienstag und Donnerstag um 13 Uhr, mittwochs um 12.15 Uhr und freitags um 11.15 Uhr. Die Nachmittagsfahrten finden an den Tagen mit entsprechenden Angeboten um 15.30 bzw. 14.30 Uhr mit den Busunternehmen Kotsch und Majewski statt. Einzelne werden mit dem AST-Taxi befördert (z.B. nach Landau).
Einige Schülerinnen und Schüler umliegender Ortsteile nutzen die Abfahrt und Umsteigemöglichkeit an der Kaulbachschule (Haupt- und Realschule).
   
Alle neuen Fahrschüler bekommen vor ihrer Einschulung unserer Schule schriftlich den Standort ihrer jeweiligen Bushaltestelle und den Zeitpunkt der morgendlichen Abfahrt mitgeteilt. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder am ersten Schultag in die Schule zu begleiten, um noch anstehende Fragen im Zusammenhang mit dem Standort der Haltestelle und dem Weg dorthin zu klären.

Bezogen auf den Schulweg der Bad Arolser Schüler werden besondere unterrichtliche Maßnahmen durchgeführt. In den Grundstufenklassen und der Betreuung finden regel-mäßige Gänge in die nähere Umgebung wie Herkules Markt, Spielplatz, Stadtverwal-tung und Schloss statt. Die Kinder werden hierbei in besonderer Weise auf richtiges Verhalten im Straßenverkehr hingewiesen. Alle Viertklässler erhalten Verkehrserzie-hung durch die Klassenlehrerin und die Verkehrspolizei und erwerben während des Schuljahres ihren Fahrradführerschein (s.o.).   
 
Die Herkunft der Bad Arolser Schüler lässt sich in vier Felder einteilen (s. Karte)
Den Schülerinnen und Schülern werden folgende Wegstrecken empfohlen:   
    
 Bereich I          Große Allee –Birkenweg – Kreisel Am Tannenkopf
   
 Bereich II         Schlesienstraße – Kreisel Am Tannenkopf
   
 Bereich III        Schlossstraße – Kaulbachstraße – Birkenweg – Kreisel Am Tannenkopf
   
 Bereich IV        Jahnstraße (bzw. Königsbergallee) - Am Tannenkopf
   
 Alle ausgewählten Straßen sind mäßig befahren. Straßenüberquerungen sind soweit möglich an Zebrastreifen und Ampelanlagen vorzunehmen.   
 Anhang: Stadtplanausschnitt   
    
13. Schulprogramm und Evaluation   
Das beschlossene Schulprogramm wird in vorher vereinbarten Zeitabständen überprüft. Schulprogramm und Evaluation stehen somit in einem Wechselverhältnis.
   
 Zwei übergeordnete Fragen sind zu klären:
        - In welchem Maße konnte das Schulprogramm verwirklicht werden?
        - Haben sich wichtige Gesichtspunkte für die Fortschreibung oder Änderung des
          Schulprogramms ergeben?

Die Klärung dieser Fragen geschieht mit Hilfe der internen und externen Evaluation.   
 
Die entscheidenden Fragen an die Praxis innerhalb der Heinrich-Lüttecke-Schule sind:
1. Werden mit dem Unterricht, mit den sonstigen Veranstaltungen und dem Schulleben die Schülerinnen und Schüler erreicht?
2. Werden die Lernangebote innerhalb und außerhalb des Unterrichts angenommen?
3. Machen möglichst alle Schülerinnen und Schüler gute individuelle Lern-fortschritte, wird ihr Selbstwertgefühl und ihre Persönlichkeitsentwicklung gefördert? – Werden die gesetzten Ziele erreicht?
4. Ist die Heinrich-Lüttecke-Schule eine „handlungsfähige pädagogische Einheit“ und betrachten alle Beteiligten (Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern) sie als „ihre“ Schule, für deren Entwicklung sie gemeinsam verantwortlich sind?
   
 Ferner ist zu fragen, ob bei dem Einsatz schulischer Ressourcen ein günstiges Verhältnis von „Aufwand“ und „Ertrag“ vorhanden ist. Schulische Ressource meint in diesem Sinne neben den zur Verfügung stehenden Mitteln vor allem den Elan, den Einfallsreichtum, das Engagement und die Arbeitskraft der Lehrerinnen und Lehrer.    
 
Die Methoden, die allgemein für die Evaluation in Frage kommen, sind
· die Beobachtung
· die Befragung
· die Dokumentenanalyse
Während die Beobachtung eine genaue Beurteilung komplexer Unterrichtsprozesse ermöglicht, eignet sich die Befragung besonders zur Einschätzung, Bewertung und Erklärung. Das Verhältnis zwischen Zielsetzung und Realität kann z.B. durch eine Befragung von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und Eltern bewertet werden.
 „Dokumente“ sind alle schriftlichen Aufzeichnungen (Protokolle, Berichte, Schülertexte, Hefte, Zeichnungen, Aushänge, Kritzeleien) sowie geographische und soziokulturelle Daten und Bildmaterial, die sich als Quelle für die Beschreibung von Realität bzw. für die Erklärung von Verhaltensweisen eignen.
   
 a) Interne  Evaluation
   
 Viele Jahre wurden „pädagogische Bilanzen“ in einer eher kleinen Schulgemeinde über persönliche Gespräche und in der Arbeit in Konferenzen sowie Kleingruppen und Treffen in den Schulstufen gezogen. Die Ergebnisse wurden in Textform in Protokollen festgehalten.      
 
In den letzten fünf Jahren traten Visualisierungsmethoden hinzu, die Meinungen und Rückmeldungen festhielten. Fragebögen wurden und werden verstärkt in den Bereichen der Schülerbefragung z.B. bei Kiosk-, Projekt- oder Ganztagesangeboten eingesetzt. Die  Analyse und kritischen Einschätzung der eigenen Praxis unter den Lehrern wird in den Jahresgesprächen, an den pädagogischen Tagen und in den Planungen der Schulleitung berücksichtigt.
Durch den Ausbau der Beratungsarbeit werden in den Bereichen des Gemeinsamen Unterrichts am Jahresende schriftliche Rückmeldungen mit einem speziell hierfür von der Leitung entworfenen Bogen eingeholt. Dieses gilt auch für den manifestierten Sprachheilbereich ab diesem Schuljahr, jedoch noch nicht in der allgemeinen Beratung. Hier wurde bisher noch nicht systematisiert sondern einzelfallbezogen gearbeitet, so dass sich eine Evaluation schwierig gestaltet. Mit dem Einsatz der zukünftigen Kooperationsverträge wird sich dieser Umstand ändern.

Es gilt, was eingangs gesagt wurde: Ein Schulprogramm ist nie ganz fertig, es bleibt beständige gemeinsame Aufgabe. Im Laufe des Jahres 2013 könnte das Kollegium darüber abstimmen, ob sich vielleicht deshalb eine „Loseblatt-Sammlung“ als Anhang an ein eher allgemein gehaltenes Schulprogramm bewähren könnte. Hierdurch könnten Neuerungen flexibler und zeitnah aufgenommen.
Interne Evaluation hilft, Annahmen und Vermutungen zu überprüfen, sie hilft neue Fragen zu entdecken. Dabei sind verschiedene Formen der Erhebung für die Zukunft denkbar: Ausschussarbeit in übergreifenden Teams aus Lehrern, Eltern und Schülern, der eine Rangordnung mit Problem- oder Entwicklungsfeldern oder wichtige Fragen erarbeitet.     
 Denkbar ist aber auch, dass die verschiedenen Gremien (Gesamtkonferenz, Elternbeirat und Schülervertretung) jeweils „unter sich“ Fragen erarbeiten bzw. Änderungsvorschläge machen.   
 Selbstverständlich kann auch die Schulleitung einen Vorschlag mit wichtigen Fragen erarbeiten und sie den verschiedenen Gremien zur Diskussion vorlegen.
Letztlich ist es aber die Aufgabe der Schulkonferenz, für mögliche unterschiedliche Interessen einen Ausgleich zu finden, der für alle Beteiligten annehmbar ist.    
 
Konkret lässt sich für die Vergangenheit sagen, dass das Programm 2009 durch die Schulleitung überarbeit und 2011 von der Konrektorin aktualisiert wurde, damit im Sommer 2012 eine Überarbeitung durch das Kollegium vorbereitet wurde, die aktuell einen vorläufigen Abschluss gefunden hat. Die Schulkonferenz soll im Frühjahr 2013 die vorliegende Version verabschieden unter dem Vorbehalt, dass Änderungen auch zwischenzeitlich eingearbeitet werden dürfen, sofern sie grundlegende Gültigkeit in der der Schule erhalten.
   
 b) Externe Evaluation   
 
Externe Evaluation erfolgte offiziell im Herbst 2009 durch das Amt für Qualitäts-sicherung des Landes Hessen (Schulinspektion). Externe Evaluation dient nicht allein der Schulaufsicht, sondern ist als ein Instrument der Qualitätsverbesserung von Schule zu sehen. Die sich bei der Inspektion heraus kristallisierten Bereiche mit Entwicklungs-potenzial wurden in den letzten Jahren in unserer Arbeit verstärkt berücksichtigt (s. Schulentwicklungsplanung).
Für den Herbst 2013 ist die nächste Überarbeitung der „Zielvereinbarungen nach Schulinspektion“ mit der Dezernentin geplant. Derzeit gelten die zuletzt formulierten Ziele von Januar 2012. Die kommissarische Schulleiterin lässt von der Abteilung „Schulentwicklung“ des Staatlichen Schulamt für den Kreis Waldeck-Frankenberg unterstützen und beginnt die Zusammenarbeit mit der Planung eines Pädagogischen Tages, der am 5.Februar 2013 statt finden wird.

Die HLS wurde darüber hinaus in der Vergangenheit durch die Bewertung von Eltern und Öffentlichkeit „extern evaluiert“, in  dem sie sich an „Tagen der offenen Tür“ als Schule insgesamt oder aber in Teilbereichen bei Veranstaltungen, Elternabenden oder der regionalen Presse präsentierte.   
     
14. Schluss   
 
Die Gremien der Schule haben dem Schulprogramm zugestimmt.   
    
    
Silke Voßhage (Schulleiterin)