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Schulprogramm HLS

 Inhalt

1. Präambel

2. Leitsätze

3. Erläuterungen und Konkretisierungen

4. Entwicklungsschwerpunkte

 

1. Präambel

Die Heinrich-Lüttecke-Schule Bad Arolsen ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Wir gestalten unsere Arbeit in der Schulgemeinde offen und transparent, legen Wert auf kreative Lernwege, leben und lernen miteinander und achten und schätzen dabei die Individualität, schaffen Perspektiven.

Das Kind steht bei unserer gemeinsamen Arbeit an der Heinrich-Lüttecke-Schule im Mittelpunkt.

Wir lernen gemeinsam, aber gleichzeitig individuell.

 

2. Leitsätze

a) Unsere Arbeit ist offen und transparent

b) Wir legen Wert auf kreative Lernwege

c) Wir leben und lernen miteinander und achten und schätzen dabei die Individualität

d) Wir schaffen Perspektiven

e) Das Kind steht in unserer ganzen Arbeit im Mittelpunkt

 

3. Erläuterungen und Konkretisierungen

 a) Unsere Arbeit ist offen und transparent

Unsere SchülerInnen wissen, was sie lernen sollen und wie sie bewertet werden. Methoden, Inhalte und Konzepte werden offengelegt. Wir verteilen unsere Ressourcen und bewältigen Konflikte. Wir pflegen eine enge Elternarbeit.

Alle SchülerInnen nutzen das Instrument des LOG-Buchs (s. Anhang), welches jährlich überarbeitet wird.

In der Grundstufe

·         wird mit Tages- und Wochenplänen gearbeitet, die auf den individuellen Lern- und Entwicklungsstand des Schülers abgestimmt sind;

·         läuft das Erlernen der Lese-Schreibkompetenz über das gewachsene und modifizierte MASCHNER-Konzept (s. Anhang);

·         orientieren sich die Schüler im Schreiblehrgang über die im Klassenraum aushängenden Buchstaben und phonomimische Verfahren zum Lauterwerb;

·         erarbeiten die Schüler gemeinsam Kriterien zur Beurteilung und besprechen ihre Leistungen und Verbal-Zeugnisse im Gespräch mit dem Klassenlehrer;

·         werden bei Regelverstößen gemeinsame und individuelle Konsequenzen festgelegt;

·         wird das eigene Arbeits- und Sozialverhalten reflektiert (Token, Punktetabellen und Smiley-System) und mit den Eltern über das LOG-Buch kommuniziert;

·         finden Einzelgespräche mit Eltern und nach Bedarf Hausbesuche statt.

 In der Mittel- und Hauptstufe

·         hängen die Struktur der einzelnen Stunde und der Tagesplan sichtbar im Klassenraum, Visualisierungen werden genutzt;

·         werden zu Beginn des Tages die Inhalte der Stunden mit den Schülern besprochen und an der Tafel festgehalten;

·         Konflikte vielfältig aufgearbeitet (z.B. über den Vertrauenslehrer, Arbeit der Schülervertretung, Buddies und Gespräche);   

·         finden individuelle Hausbesuche und Elterngespräche bei Bedarf statt neben gemeinsamen Elternabenden und dem Sprechtag.

 

Innerhalb der Schulgemeinde und im Kollegium

·         findet jährlich ein größeres Treffen der Schulkonferenz mit allen an der Schule Beteiligten statt (im Herbst zusätzlich ein Informationsschreiben);

·         werden Planung bezüglich Stundenplanorganisation, Klassen- und Raumver-teilungen, Lehrereinsatz, Anschaffungen sowie Schulbudget in angemessener Form mit dem Kollegium kommuniziert;

·         basieren Entscheidungen letztlich auf gemeinsam demokratischen und pädagogischen Überlegungen;

·         finden im Einzelfall Gespräche am „Runden Tisch“ statt, die neben Eltern und Lehrperson auch die Schulleitung oder Netzwerkpartner umfassen können.

 

 

b) Wir legen Wert auf individuelle/ kreative Lernwege

Wir sehen die individuellen Stärken eines jeden Kindes und stimmen Unterricht und Förderung auf die Lernvoraussetzungen des Einzelnen ab. Unser Unterricht am Nachmittag ist kreativ und auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder abgestimmt.

Bei Bedarf werden SchülerInnen in Kleingruppen und individuell unterstützt.

Im Herbst bekommen alle SchülerInnen einen individuellen Förderplan (s. Schulprofil), der im Frühjahr evaluiert und erweitert wird. In ihm wir die „Zone der nächsten Entwicklung“ anhand von Förderschwerpunkten festgehalten, auf die die Lehrperson den Unterricht entsprechend in Planung und Durchführung ausrichtet.

 In der Grundstufe

·         arbeitet jede/r SchülerIn in Mathematik und Deutsch an seinem individuellen Lernplan (Wochenplan, Tagesplan), wobei Lernsoftware zum Einsatz kommt;

·         bekommt jedes Kind individuelle Hausaufgaben;

·         wird das Arbeits- und Sozialverhalten individuell gefördert;

·         orientieren sich die Lehrer an der Entwicklungstherapie und -pädagogik

(s. Anhang ETEP-Konzept  und www.etep.org);

·         werden die Kinder im psychomotorischen Bereich individuell im Rahmen von Angeboten wie Reit- und Schwimmunterricht gefördert (s. Anhang).

 In der Mittel- und Hauptstufe

·         werden die individuellen Fähigkeiten Wahrnehmung, Konzentration, Wortschatz und Gedächtnis in freien Lernzeiten spielerisch gestärkt;

·         werden Aufgabenstellungen den individuellen Fähigkeiten gemäß offen oder geschlossen gewählt;

·         werden Techniken und Strategien erlernt, um unterschiedliche Themen darzustellen und zu präsentieren;

·         umfasst der Nachmittagsunterricht breit gefächerte Angebote, die nicht zu speziell werden, um Schlüsselqualifikationen und Bedürfnisse der Schüler-Innen gleichermaßen zu berücksichtigen (z.B. Nutzen von Vielfalt, Anbahnen von Durchhaltevermögen, Wechsel aktiver und passiver Anteile);

·         werden Neigungen und Begabungen von SchülerInnen über Wahlpflichtange-bote berücksichtigt, die musische und handwerkliche Fähigkeiten fördern.

 Die Lehrer

·         erstellen neben den Förderplänen Jahresabschlussberichte, die zum Schuljahresende den Lern- und Entwicklungsstand eines jeden Schülers dokumentieren; ggf. treten Zwischenberichte bei Schulwechsel oder in Kooperation mit Netzwerkpartnern hinzu.

 

c)  Wir leben und lernen miteinander und achten und schätzen dabei

die Persönlichkeit des Einzelnen

 

Wir pflegen einen wertschätzenden Umgang miteinander und lösen Probleme gemeinsam. Wir gehen offen und fair miteinander um und respektieren uns. Wir sind eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und füreinander da ist. Wir unterstützen die Persönlichkeits-entwicklung eines jeden einzelnen Kindes und schulen Akzeptanz, Toleranz und Respekt.

In der Grundstufe

·         besteht ein enges persönliches Verhältnis zwischen Schülern und Lehrer;

·         werden Regeln gemeinsam über den Morgenkreis/ Gesprächskreis erarbeitet (Pausenordnung, Klassenregeln, Schulordnung) und aktuell auftretende Konflikte bearbeitet;

·         findet eine individuelle Anerkennung und Wertschätzung des einzelnen Schülers statt;

·         findet jedes halbe Jahr ein Teamtraining statt (Stark bewegt, s.Schulprofil);

·         wird das Elternhaus in besonderem Maße in die Arbeit mit einbezogen, um die Persönlichkeit des Schülers aus allen Perspektiven zu betrachten.

In der Mittel- und Hauptstufe

·         werden im Ethik-/ Religionsunterricht Themen aus u.a. dem „Lions-Quest-Programm Erwachsen werden“/ Klassenprogramm zur Schulung des Sozialverhaltens einbezogen, die dem Schüler helfen, mit sich und anderen angemessen umzugehen: Kommunikationsstrategien, Methoden zur Selbstreflexion und Konfliktlösung, Jugendkultur u.ä.;

·         werden durch koedukativen Unterricht (Sport, Hauswirtschaft, Arbeitslehre) zwischenmenschliche Themen aufgearbeitet (z.B. Partnerschaft, Hygiene, Sexualität) und geschlechtsspezifische Probleme aufgearbeitet;

·         finden persönlichkeitsschulende Projekte statt (z.B. über die Stadt Bad Arolsen, Angebote von Netzwerkpartnern, Präventionswoche);

·         bekommen die Schüler Unterstützung bei Streitschlichtungen und werden angeleitet, Vorgehensweisen zur Problemlösung zu finden, die sowohl ihrer Persönlichkeit entsprechen, als auch sachlich und zielführend sind (Fachlehrer, SV, Vertrauenslehrer);

·         berücksichtigt der Sportunterricht Interaktionsformen zum Sozialen Lernen;

·         ist eine ehrenamtliche Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung o.ä. vorgesehen.

In der Schulgemeinde wird insgesamt wertschätzend miteinander umgegangen. Innerhalb des Kollegiums bestehen gute Foren und Strukturen zur Konflikt- und Problembewältigung.

d) Wir schaffen Perspektiven

Wir bereiten die SchülerInnen auf den Umgang mit unbekannten Situationen und Fremden vor. Die SchülerInnen erschließen sich neue Lebenswelten, lernen ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und ihren Lebensalltag zu meistern, sie werden auf das Berufsleben vorbereitet.

Das durchgängige Berufsorientierungskonzept der HLS umfasst für jede Lernstufe entsprechende Inhalte, Strukturen und Vorgehensweisen (s. Anhang).

Alle Stufen nutzen außerschulische Lernorte (Museen, Theater), Projekte (Natur, Wald), Klassenfahrten, Erkundungen und Ausflüge nicht nur für den Wissenserwerb der Schülerschaft, sondern auch für die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen und zur Erweiterung und Erprobung von Umgangsformen und Verhaltensweisen.

In der Grundstufe

·         findet lebenspraktisches Lernen im Vormittag sowie fortführend in der Betreuung und den AGs am Nachmittag statt

(z.B. Haushaltstätigkeiten, Schuhe binden, Zähne putzen);

·         übernehmen die Kinder Ämter im Klassenraum und Schulalltag zur Entwicklung von Verantwortung und Selbständigkeit;

·         werden regelmäßig Büchereibesuche durchgeführt; 

·         durchlaufen alle Kinder die Radfahrausbildung;

·         erhalten alle Kinder Schwimmunterricht in zwei Differenzierungsgruppen;

·         findet eine individuelle Leseförderung statt, teilweise zusätzlich zum Deutschunterricht.

In der Mittel- und Hauptstufe

·         wird die Berufsorientierung in der täglichen Arbeit umgesetzt;

·         wird der Übergang zwischen Schule und Beruf vorbereitet;

·         Erkunden die SchülerInnen Berufsfelder und erlernen das Anfertigen von Dokumentationen und formellen Schreiben, das Ausfüllen von Formularen;

·         lernen die Schüler über die unterschiedlichen Praktika, Projekte und Behördengänge sowie den Besuch von unterschiedlichen Intitutionen Verhaltensregeln der Welt der Erwachsenen kennen und erkennen dabei ihre eigenen Schwächen und Stärken;

·         rückt das Präsentationslernen weiter in den Mittelpunkt;

·         behandelt der Unterricht in Politik und Wirtschaft verstärkt Thematiken des Öffentlichen Lebens, der Lebenshaltung (Kosten, Verträge, Geld);

·         ermöglicht die Zusammenarbeit mit außerschulischen Netzwerken Perspektiven für das Privatleben (Vereine, Jugendhaus, Präventionsangebote);

·         können die SchülerInnen unterschiedliche Möglichkeiten der Freizeit-gestaltung im Nachmittagsunterricht kennen lernen;

·         bekommen die Schüler Facetten des Lebensalltags näher gebracht über den Bereich Arbeitslehre (Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, Haushalt, Versuche) und erwerben naturwissenschaftliches Wissen;

·         findet eine Stärkung der Medienkompetenz statt (s. Anhang) und der Umgang mit dem Internet und Smartphone begleitet; Sicherheit, Einführung in die gängigen Office-Programme (Wort, PPT, Excel);

·        können einzelne SchülerInnen Verantwortung in Schülergleiteten AGs übernehmen und sich erproben (s. Anhang).

Das Kollegium nimmt individuell und gemeinsam an Fortbildungen teil.

e)  Das Kind steht in unserer ganzen Arbeit im Mittelpunkt

Unser Schulalltag ist durch Konstanz gekennzeichnet. Pädagogisch und fachlich baut unsere Arbeit von Klasse 1 bis 9 aufeinander auf. Wir sind gemeinsam stark für das Kind. Dies gewährleisten wir durch eine intensive Zusammenarbeit von Klassen und Stufen. So arbeiten wir teilweise jahrgangs- und klassenübergreifend, um die Individualität, die Selbstständigkeits- und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Das ETEP-Konzept (Entwicklungstherapie/-pädagogik, s. Anhang) wird in seiner Grundhaltung in jeder Klassenstufe angewendet und fortgeführt.

Die Zusammenarbeit über Netzwerke, Runde Tische und Projekte ist ein wesent-licher Teil in unserer Pädagogischen Zielsetzung. Wir kooperieren mit öffentlichen und privaten Partnern. Unsere gemeinsame Arbeit wird reflektiert, es findet ein regelmäßiger Austausch statt.

In der Grundstufe

·         wird im Unterricht mit dem LOG-Buch und ETEP-Elementen gearbeitet;

·         herrscht ein stark individualisiertes Lernen vor (Hausaufgaben, Lernzeiten in den Kulturtechniken);

·         findet jährlich eine Klassenfahrt statt, die die Sozialkompetenzen enorm stärkt;

·         werden halbjährlich Teamtrainings durchgeführt („Stark bewegt“) und aufbauend durch den Lehrerteamer vor Ort organisiert;

·         kooperieren die Lehrer eng mit den Erzieherinnen im Nachmittag und gewährleisten hierdurch die Kontinuität in der Pädagogischen Arbeit (Hausaufgabenbetreuung, Fortführen ETEP, individuelle Maßnahmen);

·         werden Abzeichen nach dem Leistungsstand des Einzelnen und nicht nach Jahrgangsstufe erreicht (Reiten, Schwimmen, Rad fahren).

Bei der Übergabe der SchülerInnen von einer Stufe in die nächste findet eine enge Absprache zwischen abgebenden und aufnehmenden Kollegen statt.

Die Pausen- und Unterrichtsgestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen der SchülerInnen. Klassen- und Stufenübergreifend finden Projektwochen, Schulfeste und Sportprojekte statt.

In der Mittel- und Hauptstufe

·         nehmen wir an schulsportlichen Wettbewerben auf Kreis-, Regional- und Landesebene teil;

·         ETEP-Elemente werden im Fachunterricht und - je nach Schülerschaft – individuell eingesetzt;

·         wird das LOG-Buch weniger individuell sondern eher klassenumfassend eingesetzt (Unterrichtsinhalte und Hausaufgaben) und zunehmend zur eigenen Alltagsplanung eingesetzt (Zukunftsgedanke; Orientierung).

Das Kollegium

·         trifft sich alle zwei Wochen zur DB/ Konferenz, um den Informationsfluss zu gewährleisten. Dabei werde organisatorische und pädagogische Aspekte bearbeitet; Es plant gemeinsam, diskutiert und tauscht sich aus;

·         bespricht Einzelfälle, Problematiken und sucht nach gemeinsamen individuellen Lösungen für die Schüler;

·         trifft ggf. Absprachen über Maßnahmen und das Einbeziehen von Netzwerkpartner (z.B. Jump, Schulpsychologin, KJP,...);

·         berücksichtigt in den Zeugnis- und Planungskonferenzen individuelle Lernstände und sucht die  bestmögliche Förderung für den Einzelnen.

Netzwerkpartner werden

·         Einzelfall bezogen kontaktiert;

·         im Rahmen von Präventionsarbeit eingeschaltet (Mitgliedschaft im Präventionsrat der Stadt Bad Arolsen und im Netzwerk „Frühe Hilfen“);

·         in der Berufsorientierung genutzt  (Veranstaltungen mit der Agentur für Arbeit, Teilnahme am JobDay, Olov, Berufsmessen...).

4. Entwicklungsschwerpunkte

 Die Schulgemeinde sieht im aktuellen Stand die Umsetzung des nun vorliegenden Schulprogramms gegeben. In der Zukunft wird aufgrund der momentan sinkenden Schülerzahlen der Entwicklungsschwerpunkt weniger in der inhaltlichen Arbeit gesehen, sondern in der Ausrichtung für die Schuljahre ab 2019/20.

Die Ausweitung der bestehenden Konzepte auf eine Vorklasse wäre nach Ansicht aller wünschenswert. Räumlich, sachlich und personell ist dieses sinnvoll und es wurden bereits entsprechende informelle Konzepte für eine Erweiterung der Schulform formuliert. Diese wurden dem Schulamt eingereicht. Die Vertreter des Landkreises bekommen als Träger der Schule diese Konzepte ebenfalls vorgelegt.

Bei der zukünftigen Personalauswahl, -schulung und -fortbildung sollen verstärkt die  im Schulprogramm festgelegten Leitideen und Konzepte berücksichtigt werden.

Die Unterrichtsentwicklung wird ebenfalls auf die Inhalte ausgelegt.

Das Schulprogramm wurde in der Schulkonferenz am 21. Februar 2018 einstimmig angenommen. Elternvertreter, Schulsprecher und Kollegium sehen es als Grundlage für die gemeinsame Arbeit.

Es wird fortlaufend ein Mal jährlich über die Schulkonferenz evaluiert und in seinen Inhalten durch die Konzepte im Anhang sowie das bestehende Schulprofil ergänzt. 

Bad Arolsen, 22. Februar 2018 

Erläuterung zur Enstehung

Das Schulprogramm der Heinrich-Lüttecke-Schule wurde in den letzten Jahren mehrfach verändert und ergänzt. Zu den etablierten, bestehenden, gut ausgebauten Angeboten der Schule traten weitere hinzu. Ausgelöst wurden diese Entwicklungen nicht nur durch politische Neuerungen, Evaluationen, veränderte Rahmenpläne und Bedürfnisse der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler. Eine wesentliche Rolle spielte das Engagement des Kollegiums und der Schulleitung, die eine ständige Fortentwicklung der Arbeit in unserer „Schule mit dem Schwerpunkt Lernen“ bewirkt.

Geblieben ist trotz aller Weiterentwicklung der Grundgedanke, dass einzelne Kind in den Fokus der sonderpädagogischen Förderung zu stellen. Die Schwerpunktsetzung unserer Arbeit berücksichtigt diesen Wert so weit wie nur möglich, unberührt davon, an welchem Ort ein Kind gefördert wird.
Im Interesse der Schülerinnen und Schüler haben die Fächer Deutsch und Mathematik eine herausragende Bedeutung innerhalb unserer Schule, wodurch keine Vernachlässigung der anderen Fachbereiche entsteht. Der Ganztagesbetrieb ergänzt darüber hinaus die stärker lernorientierten Inhalte der Vormittagsstunden durch Möglichkeiten des sozialen Miteinanders, Freizeitangebote und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.
Ein Schulprogramm, das Lernkultur ernst nimmt, wird immer die Umgebung unter dem Prinzip „ Öffnung von Schule“ in den Lernprozess einbeziehen. Für die Schüle-rinnen und Schüler der Heinrich-Lüttecke-Schule wird es wichtig sein, Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben und zu sammeln und außerschulische Lernorte kennen zu lernen. Dieser inhaltliche Schwerpunkt zieht sich durch alle Stufen.
Die Einbindung berufsorientierter Aktivitäten in das schulinterne Curriculum bzw. in den Lernprozess bietet unserer Schule Möglichkeiten des Lernens in Zusammen-hängen. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich an die Arbeitswelt herangeführt und auf Möglichkeiten der Berufswahl vorbereitet.

Das Schulprogramm steht in engem Zusammenhang mit den Zielvereinbarungen, die mit der zuständigen Dezernentin des Schulamts getroffen werden und durch Schulentwicklungsberater begleitet werden. Hierdurch können Handlungsschritte überlegt und festgelegt werden, die den Beteiligten Entwicklungsmöglichkeiten bieten, aber auch ein Stück Verantwortung übertragen. Durch ein Schulprogramm als gemeinsamer Bezugspunkt werden Absprachen über Zusammenhänge und Verlässlichkeiten in den Inhalten und Methoden geschaffen. Die daraus resultierende Transparenz fördert Vertrauen; Wege und Ergebnisse werden nachvollziehbar.

Das Schulprogramm wurde zum April 2018 neu verabschiedet. Es enthält fünf Leitgedanken mit Ausführungen und im Anhang die neun wichtigsten Konzepte der Schule (ETEP, Log-Buch-Arbeit, MARSCHNER-Konzept, Schwimmen, Reiten, Medienkonzept, Betreuung, Berufsorientierung und Schüler geleitete Projekte, .
Aufgrund der immer wieder vorgesehenen Neuerungen wird es zur Ansicht nur in geringer Stückzahl ausgedruckt. Es steht auf Anfrage in der EDV zum Ausdruck bereit. Daneben besteht ein Schulprofil, welches die konkrete Arbeit vor Ort in den Mittelpunkt stellt.

Bad Arolsen, 15.05.2018