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Das vorliegende Profil ist aus dem ehemaligen Schulprogramm der Heinrich-Lüttecke-Schule hervorgegangen, welches beginnend mit dem Pädagogischen Tag am 15.04.2016 von dem Kollegium kontinuierlich umgearbeitet wurde. Es diente als Übergangsprogramm bis zur Fertiggestellung des Schulprogramms im April 2018. Während das Programm die Pädagogischen Leitgedanken in den Vordergrund stellt diese stufenbezogen erläutert (im Anhang neun Konzepte), stellt das Profil die Arbeit aus eher sachlicher Sicht vor, weshalb es hier in Auszügen zusammengefasst wird, ergänzend zum Programm. 

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Die Heinrich-Lüttecke-Schule hat die Aufgabe, Kinder und Jugendliche mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im Lernen (erhebliche, dauernde Lernbeeinträchtigung), der sozial-emotionalen Entwicklung und der Sprache zum Berufsorientierten Abschluss zu führen. 

Gliederung der Schule

Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist in drei Schulstufen gegliedert:

·       die Unterstufe  (Klassen 1 – 4)

·       die Mittelstufe  (Klassen 5 – 6)

·       die Hauptstufe (Klassen 7 – 9, 10.Klasse binnendifferenziert)

Derzeit gibt es aufgrund der geringen Schülerzahlen (unter 60 Schülerinnen und Schüler) übergreifende Kurse bis zur Klasse 8. Die Mindestzahl für die Klassenbildung liegt bei 8, die Höchstzahl liegt bei 16 SchülerInnen. Der Fächerkanon entspricht dem der Regelschule bis auf Fächerverbünde in den höheren Klassen.

Ausstattung der Schule

Die Heinrich-Lüttecke-Schule verfügt über neun Klassenräume, die im Neubau des Gebäudekomplexes liegen. Darunter befinden sich zwei Großklassenräume und zwei Räume mit abgetrenntem Differenzierungs-platz. Im Obergeschoss werden die Klassen 1-5 unterrichtet, so dass die Jüngeren räumlich etwas getrennt von den älteren Schülerinnen und Schülern sind und sich die Materialien der Schule entsprechend der Stufen verteilen (Lernspiele, Spielgeräte für die Regenpause, Buchsätze).

Neben einem gut ausgestatteten Naturwissenschaftsraum (Chemie/Physik/ Biologie) verfügt die Schule im Bereich Arbeitslehre über folgende weitere Räume im älteren Gebäudeteil:

·       Werkraum Holz, Werkraum Metall, Maschinenraum

·       Schulküche mit Unterrichts- und Vorratsraum

·       Sprachheilraum

·       Zwei Computerräume im Dachgeschoss (insgesamt 28 Arbeitsplätze)

·       Band-Raum

·       Musikraum

·       Medienraum mit Active-Board

·       Schülerbücherei mit Senso-Raum-Funktion und Filmvorführ-Medien

·       Elternsprechzimmer

·       Jede Klasse hat die Möglichkeit einen Differenzierungsraum nutzen zu können

·       Cafeteria mit Ausgabeküche für den Mittagstisch

·       Raum für die Nachmittagsbetreuung der Grundstufe

Die Schule nutzt die Sporthallen in Massenhausen und Mengeringhausen, das Schwimmbad Arobella und das angrenzende Richard-Beekmann-Stadion mit Hartplatz.

Der Hartplatz vor dem Schulgelände ist den SchülerInnen vorbehalten, die in den Pausen Fußball spielen möchten. Die Benutzung ist bei trockenem Wetter erlaubt. Die Stichstraße zum Sportplatz kann teilweise als Spielstraße genutzt werden. 

Konzepte zur Gewaltprävention

Gewalt in der Schule oder Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist ein Phänomen mit gesellschaftlichen Ursachen und Ausmaßen. Auch die Heinrich-Lüttecke-Schule bleibt von solchen Verhaltensweisen nicht verschont.

Das Kollegium ist sich einig darin, alles zu tun, um gewalttätigem Verhalten mit allen nötigen Konsequenzen zu begegnen und die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu anderen Wegen von Problemlösungen zu führen. Hierzu werden entsprechende Elemente in den Unterricht zum Sozialen Lernen eingefügt und Methoden zur Reflexion an die Schülerschaft herangetragen. Bei den Schülern soll eine Akzeptanz und Identifikation von und mit Schule bewirkt werden. Darüber hinaus sollen sie lernen, sich verbal angemessen zu äußern und zu einem respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen angeleitet werden.

 

Über den Unterricht hinaus ist das Kollegium der Heinrich-Lüttecke-Schule im Bereich der Prävention (Gewalt- und Suchtprävention) aktiv; so arbeiten einige KollegInnen im städtischen Präventionsrat mit und gestalten entsprechende Aktionstage intensiv mit.  

 

Gesundheitserziehung

Durch den Hauswirtschaftsunterricht, Biologie, die tägliche Arbeit in den Klassen, Sportveranstaltungen und die Mädchen-Gruppe werden den Schülerinnen und Schülern wichtige Aspekte zur Gesunderhaltung, Fitness, Ernährung und allgemeinen Lebensweise mit auf den Weg gegeben. Diese sollen ihnen helfen, eine hohe Lebensqualität in Bezug auf Körper und Ernährung zu entwickeln, die sich auch auf das Erwachsenenalter erstreckt.

Leider wird durch Werbung, Alltag und das Konsumverhalten vieler Erwachsener diese Wissensvermittlung nicht immer unterstützt oder gelebt. So ist „Rauchen“ immer wieder ein Thema unter den Jugendlichen in der Schule, welches temporär auftaucht. Im Bezug auf Alkohol verfügen Einige über ein recht hohes Wissen, welches sie teilweise anwenden können, was sich beim Besuch entsprechender Präventionsveranstaltungen zeigt.

Die Suchtmittelproblematik wird für die HLS nicht allzu hoch gesehen, da die enge Bindung zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler so eng ist, dass bei möglich auftretenden Einzelfällen gut und sinnvoll reagiert werden kann. Gleiches gilt für krankhafte Essgewohnheiten, Gewalt in der Familie und selbstverletzendes Verhalten.

 

In der Grundstufe wird das Thema der gesunden Ernährung intensiv bearbeitet. Im Schulalltag sind wir außerdem darum bemüht, dass von Schülerinnen und Schülern gestaltete Angebot des Kiosks entsprechend zu hinterfragen und ständig zu aktualisieren.

 

Vertretungskonzept

Um die Vorgabe des HKM „…kein Kind wird mehr vorzeitig nach Hause geschickt...“ zu erfüllen, hat die Heinrich-Lüttecke-Schule verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, die bei Abwesenheit von Kolleginnen und Kollegen greifen können:

 

·       Einsatz von Vertretungskräften, die im Rahmen der ehemaligen Maßnahme „Unterrichtsgarantie plus“ zur Verfügung stehen;

·       Zusammenfassung mehrerer Schülergruppen (z.B. auch außerplanmäßige Nutzung einer Sporthalle);

·       Klassenaufteilungen;

·       Nutzung von Fachräumen (z.B. Medienraum, Bücherei, Musikraum für einzelne Schüler und Schülergruppen), wenn die Aufsicht gewährleistet werden kann.

·       Nutzung des Computerraums für ältere Schülergruppen;

·       Auflösung von Doppelbesetzungen., Förderkursen und Beratungsstunden, welche nicht verbindlich festgelegt sind;

·       Vertretungsunterricht durch LIVs oder in der Grundstufe durch FSJlerinnen sowie erfahrenere Praktikantinnen;

·       Praktikumsverlängerung der Praxis-Klassen, Zusatztage;

·       In Ausnahmen: Geringfügige angeordnete Mehrarbeit einzelner Kolleginnen und Kollegen, vornehmlich auf freiwilliger Basis.

 

Unterstützt wird der Vertretungsunterricht in der Vorbereitung durch

·       Vorbereitungen der Lehrerin/ der Lehrers, wenn dieser dazu im Vorfeld oder während einer Krankheit dazu in der Lage ist; 

·       die Erarbeitung eines Materialpools für interne und externe Vertretungskräfte, der ständig ergänzt wird;

·       die Anschaffung von entsprechend geeigneten Materialien, die sich in der Lehrerbücherei im Lehrerzimmer befinden.

·       Einübung von Formen des selbstverantwortlichen selbständigen Lernens

 

Um Vertretungsmaßnahmen gering zu halten, sollen Fortbildungen möglichst in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden. Bei Klassenfahrten sollen u.a. außerschulische Betreuungskräfte ins Auge gefasst werden (z.B. Erzieherinnen der Heime und Wohn-gruppen von Schülerinnen und Schülern). Falls möglich soll eine Bündelung von Klassen erfolgen, damit nicht zu viele Lehrerinnen und Lehrer der Schule gleichzeitig außer Haus sind.

Damit eine sinnvolle Planung des Vertretungsunterrichts möglich ist, sollen sich die Lehrkräfte möglichst frühzeitig krank melden und Veranstaltungen im Vorfeld ankündigen. Derzeit läuft die gesamte Vertretungsplanung über die Schulleitung.

Ist diese erkrankt, gibt es einen Abwesenheitsvertreter, der sich um die Vertretung in Zusammenarbeit mit dem Schulsekretariat kümmert.

 

Der Förderverein

Der Förderverein der Heinrich-Lüttecke-Schule hat z.Zt. unter 20 Mitglieder. Vorsitzende des Fördervereins ist Frau Weferling. Aus den Mitteln des Fördervereins werden Zuschüsse für Klassenfahrten, Materialien und Personalausgaben für zusätzliche Fördermaßnahmen bestritten.

Es besteht die Möglichkeit, Spenden anzunehmen und entsprechend sinnvoll für die Schulgestaltung zu verwenden.

 

Bildungsziele der Heinrich-Lüttecke-Schule

Die Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ist eine allgemeinbildende Schule mit eigenen Rahmenlehrplänen, die sich an den Plänen der Grund- und Hauptschule orientieren. Aus diesem Grund gelten die allgemeinen Bildungsziele, wie sie in einer demokratischen Gesellschaft für alle Schulen verbindlich sind. So vermitteln wir der Schülerschaft die Grundwerte des Zusammenlebens, des Gesetzes und der Verfassung des Landes Hessen.

 

Als Beispiele sollen genannt werden:

·       die Grundrechte für sich und andere wirksam werden lassen

·       staatsbürgerliche Verantwortung übernehmen

·       nach ethischen Grundsätzen handeln und religiöse und kulturelle Werte achten

·      die Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Achtung und Toleranz, der Gerechtigkeit und Solidarität gestalten

·       das zukünftige private, berufliche und öffentliche Leben  ausfüllen und die Freizeit sinnvoll nutzen zu können

 

Gerade das letztgenannte Beispiel hat für unsere Schülerschaft hohe Priorität, da die Voraussetzungen für das Erreichen die individuelle Verwirklichung der anderen Ziele beinhaltet.

 

Die sonderpädagogische Arbeit an der HLS sollte Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit so weit fördern, dass sie eine Berufsausbildung beginnen, durchstehen und abschließen können. Dies ermöglicht nicht nur die gesellschaftliche Integration, sondern ebnet auch die Wege zur aktiven Teilnahme am öffentlichen Leben.

Als Leitidee für die gesamte pädagogische Arbeit gilt deshalb, die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Lüttecke-Schule „Fit für das Leben“ zu machen.

 

Der Unterricht

Der Unterricht in der Unterstufe, der Mittelstufe und der Hauptstufe orientiert sich an der Stundentafel der allgemeinen Schulen. Die Unterrichtsinhalte wiederum basieren auf den Rahmenlehrplänen der Schule für Lernhilfe, die regelmäßig in Gruppenarbeit in den Stufen des Kollegiums gesichtet und für das schulinterne Curriculum bearbeitet werden. Es werden z.B. Themen-Schwerpunkte für bestimmte Halbjahre festgehalten. Zudem gibt es Ziele, die inhaltliche Mindestanforderungen für jede Stufe vorsehen.

 

Möglichkeiten für individuelle sonderpädagogische Förderung stehen zur Verfügung und werden an die Bedürfnisse angepasst:

  • Eine zweite Person im Unterricht (Praktikant, FSJler/in; Zusammenlegung von Lerngruppen, dadurch doppelte Lehrerbesetzung);
  • Teilen oder Halbieren der Lerngruppe;
  • Leseförderungen durch Dritte parallel zum Unterricht;
  • Einzelstunden, in denen Kleingruppen zusammen gefasst werden;
  • Interner Sprachheilunterricht für einzelne Kinder der Grundstufe oder DaZ/ DaF
  • Nachmittagsunterricht, Hausaufgabenbetreuung auch für die Sek1;
  • Angebote im Sinne des BUDDY-Projekt-Gedankens „Schüler helfen Schülern“.

 Für die Unterrichtsarbeit gelten sonderpädagogische Prinzipien

·       Individualisierung

·       Differenzierung

·       Arbeit in kleinen Schritten

·       Hinführung zur Selbständigkeit (abnehmende Hilfe)

·       Wiederholung

·       Übung

 Die Motivation spielt in unserer Schulform eine herausragende Rolle. Es gilt, Neugier, Phantasie und Lernbereitschaft, wie sie unseren Schüler nicht immer zu Eigen sind, zu entwickeln und überdauernd zu halten. Das Arbeits- und Sozialverhalten wird in hohem Maße ausschlaggebend für den Erwerb höherer Bildungsabschlüsse sein.

Leseförderung

Lesefähig ist eine Lebensgrundlage. Im Rahmen des Unterrichts wird sie bei der Schülerschaft so weit als möglich auf- und ausgebaut. Einigen Schülern fällt es jedoch enorm schwer, diese Fertigkeit altersgemäß zu entwickeln.

Teilweise ist es der Schule möglich, zusätzliche Förderung über Drittkräfte parallel zum Unterricht anzustellen (Besondere Landesaufgabe). Diese übernehmen bei Kindern mit besonderen Leseschwierigkeiten einen wichtigen Teil der Förderung, der in dieser Form nicht durch Lehrpersonen geleistet werden kann.

Englischunterricht

Da die personellen Voraussetzungen seit dem Schuljahr 2004/05 gegeben sind, wurde das Fach Englisch in die Stundentafel der HLS fest aufgenommen. Dieser Unterricht wird ab der Hauptstufe mit zwei Wochenstunden durchgeführt, teilweise auch in der 4.Klasse, da sich dort Quereinsteiger aus den Grundschulen befinden. Schülerinnen und Schüler, die im Fach Deutsch gravierende Schwierigkeiten haben, müssen nicht verpflichtend teilnehmen.

Soziales Lernen

Soziales Lernen ist ein wichtiger Erziehungsauftrag in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das soziale Klima einer Klasse hat entscheidenden Einfluss auf die Lernprozesse eines jeden Kindes (s. auch Hattie-Studie).

Aus diesem Grund gilt an der Heinrich-Lüttecke-Schule eine erweiterte Didaktik, d. h. soziales Lernen findet in jeder Unterrichtsstunde, jeder Pause, jeder außerschulischen Veranstaltung sowie bei jeder Lehrerin bzw. jedem Lehrer statt.

Verhaltensweisen, die in der Schulordnung festgelegt sind, sollen eingehalten werden. Das Kollegium ist dazu angehalten, die in Gesamtkonferenzen getroffenen Absprachen konsequent beachtet und umsetzt sowie die Elternarbeit in einem sinnvollen Maß zu pflegen. Jede Lehrkraft ist mit ihrem Handeln Vorbild für die Schülerinnen und Schüler. Die Lehrperson sollte Probleme und Belange ihrer Schützlinge stets ernstnehmen und ein entsprechendes Menschenbild im Umgang miteinander vermitteln.

Im Hinblick auf das spätere Arbeitsleben spielen in der gesamten Schulzeit die Grundtugenden eine wichtige Rolle, so dass in der HLS die Erziehung hin zu

·       Schlüsselqualifikationen: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Sorgfalt, Ordnung und Fleiß;

·       Konzentrationsfähigkeit, Kreativität, Problemlöseverhalten, Teamfähigkeit,

·       Verantwortungsbewusstsein und Toleranz unterstützt werden soll.

Der Unterricht beinhaltet neben der Vermittlung fachlicher Bildungsinhalten auch in einem hohen Maße die Selbstständigkeitsförderung obiger Teilkompetenzen. Dies geschieht unter anderem durch die Nutzung unseres Schüler-LOG-Buches, welches jede/r Schüler/in sorgfältig, zuverlässig, ordentlich, verantwortungsbewusst und je nach Entwicklungsstand eigenständig führt.

Zur systemischen Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen unserer Schüler und Schülerinnen findet an der Heinrich-Lüttecke-Schule Unterricht mit entwicklungspädagogischen Elementen statt (ETEP).

Darüber hinaus werden innerhalb des systemischen Anti-Gewalt-Trainings sAGT® gezielte erlebnis-pädagogische Übungen angeboten, die auf die sozial-emotionale Entwicklungsbedarfe der am Training teilnehmenden SchülerInnen ausgerichtet sind. Die SchülerInnen erhalten die Gelegenheit, neue Verhaltensweisen zu üben und sukzessive positive Verhaltensweisen aufzubauen.

Stark bewegt

Seit Januar 2014 wurde das Programm „Stark bewegt“ in unserer Schule verankert. Über speziell angeleitete und reflektierte Interaktionsübungen in der Gruppe entwickeln die SuS ihre sozialen Kompetenzen innerhalb des Klassengefüges. Jedes halbe Jahr findet ein TeamTraining statt. Die Nachhaltigkeit wird durch das Aufgreifen der von den SuS selbst entwickelten Regeln und Vorsätze im Unterrichtsalltag gewährleistet und über Visualisierungen unterstützt (Plakate, Gegenstände usw.).

Die Schule verfügt über vier in diesem Bereich ausgebildete Pädagogen, die das Angebot auch in den höheren Klassen durchführen können.


Medienerziehung

Der Computer-Unterricht ist eine zeitgemäße Ergänzung des Klassen- und Fachunterrichts. Zudem hat Unterricht mit dem Smartboard Einzug gehalten, Powerpoint wird von den Schülern in Präsentationen angewandt.

Der Umgang mit dem Computer soll nicht nur die rein technische Handhabung beinhalten, sondern auch gesellschaftliche Aspekte mit einbeziehen. Besonders als Ganztagsangebote sollen im Rahmen von freiwilligen AG’s die verschiedenen Möglichkeiten mit diesem Medium vermittelt werden, sowohl die Vorteile, als auch die Gefahren gezeigt werden. Fächerübergreifend wird in der Oberstufe eine Lektüre behandelt, die die negativen Seiten des Chattens behandelt. 

Ziele des Computer-Unterrichts sind:

·       Erlernen des Umgangs mit Computern (technische Handhabung)

·       Nutzen des Computers zur Schreib- und Rechenförderung

·       Arbeiten mit Lernprogrammen

·       Übungen zur Konzentration

·     Grundlagen der Textverarbeitung (Word) Schreiben von Texten, Speicherung und Ausdruck

·       Kritischer Umgang mit dem Internet und

·       Erlernen der Präsentationsmöglichkeiten von Arbeitsergebnissen und Projekten mit dem Power-Point-Programm.

(Anm.: Ein neues, ausführliches Konzept liegt  vor, es wird an das neue Schulprogramm angehangen)

 

 

Ganztagsangebot

 

Seit dem Schuljahr 2003/04 ist die Heinrich-Lüttecke-Schule auf dem Weg zur Ganztagsschule. Diese Schulform bietet unserer Schülerschaft eine ergänzende Förderung und ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot sowie eine sinnvolle, vielfältige Freizeitgestaltung.

Sie eröffnet Möglichkeiten der Erhöhung der Bildungschancen, der Stärkung und Förderung vorhandener Interessen der Jugendlichen und eine Verbesserung der Kooperation zwischen Schülern untereinander sowie zu den Lehrpersonen.

Der Einbezug außerschulischer Angebote kann neue Lernorte erschließen und das Schulleben bereichern.

 

Für die Ausgabe und Durchführung des Mittagessens werden seit Oktober 2006 die Ausgabeküche und Cafeteria im Parterre des Neubaus genutzt. Nach dem Essen findet eine verbildliche Hausaufgabenzeit für die Klassen 1-8 statt.

Die Angebote werden ab 14 Uhr von Lehrpersonen angeleitet.

 

Außerschulische Lernorte

 

Der Klassen- und Fachunterricht wird bereits in der Unterstufe durch außerschulische Lernorte ergänzt. Dieses didaktische Konzept setzt sich über die Mittelstufe bis zu den Betriebspraktika in den Klassen 8 und 9 fort.

Gerade für die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen bietet die Einbindung von Aktivitäten außerhalb des Schulhauses in die unterrichtlichen Lernprozesse eine abwechslungsreiche Möglichkeit des Lernens in Zusammenhängen und in realen Situationen. Gleichzeitig werden Verhaltensweisen geschult, die an unbekannten Orten und in der Begegnungen mit anderen Menschen wichtig sind.

Die Lehrpersonen wählen auf Grundlage der Unterrichtsinhalte Lernorte aus oder holen sich „Experten“ in die Schule.

 

Unterstufe

 

Teiche im Stadtgebiet, Waldspaziergang mit einem Förster, Stadterkundung, Besuch eines Bauernhofs, Fahrt zum Zoo, Erkunden eines Supermarktes, regelmäßiger Besuch der Kinder- und Jugendbücherei, Schwimmen in Seen oder im Freibad, Besuch von Streuobstwiesen mit Äpfelpressen, Ausflüge zu Imkern mit Bienenvölkern, Theaterbesuche, Fahrradprüfung, Verkehrssicherheitstraining und Reitabzeichen.

 

Mittelstufe

 

Stadterkundungen zu bestimmten Themen (Werbung, Arbeitsauftrag), Besichtigung des Rathauses (Wappen, Zuständigkeiten), Schlossbesuch, Stadtführungen (auch umliegende Orte, Mittelalterthematik), Friedhofsbesuch, Ausstellungen, Fahrt zum Fort Fun, dem Hessentag und Kinobesuch mit Bildungsanspruch.

 

Hauptstufe

 

Betriebsbesichtigungen im Stadt- und Kreisgebiet, Besichtigung des VW-Werkes, Besuch des Rathauses (Ämter), Kreishauserkundung, Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit, Ausflug zum Job-Day’, Berufskundliche Ausstellungen, Betriebspraktika (ab Klasse 8), „Schnuppertage“ im Berufsbildungswerk und der Berufsschule, Erlebnispädagogische Schwerpunkte (Kletterpark) und weitere Projekte im Rahmen der Praxisklassen und der Berufsfindung.

 

Durch die hohe Berufsorientierung der Schule und die vielfältigen Betriebspraktika konnten gute Partnerschaften zu den Betrieben aufgebaut werden, so dass vermehrt fächerübergreifende Inhalte mit Bezug zur Arbeitswelt in den Unterricht einfließen.

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Zusammenarbeit mit der Berufsschule und der Agentur für Arbeit

 

Die Berufsschule nimmt aufgrund der individuellen Begleitung ins Berufsleben nicht mehr so viele SchülerInnen der Abschlussklasse auf wie in früheren Jahren, da viele in andere Maßnahmen münden.

 

Zwischen Berufsschule und Förderschule besteht eine gute Zusammenarbeit (Übergabekonferenz).

Die KlassenlehrerIn gibt Informationen weiter, die für die weitere Beschulung nützlich sind (schriftlich und mündlich). Die Schüler der 9. Klasse hospitieren i.d.R. einen Tag in der Berufsschule als auch im Berufsbildungswerk, welches in Einzeleinfällen ebenfalls SchülerInnen übernimmt, oft auch erst in späteren Jahren.

Neben der Hinführung zur Arbeitswelt über Praktika und berufsorientierte Inhalte spielt die Kooperation mit dem zuständigen Berufsberater der Agentur für Arbeit eine wichtige Rolle. Ab der Klasse 8 beginnen die Besuche des Berufsberaters in der Schule, dessen Einzelberatungen im Januar vor dem Abschluss intensiviert werden.

Potenzialanalyse/ Berufliche Eignungsprüfung

Die Schülerschaft der Klasse 9 wird zu individuellen Terminen bei den Psychologen des Arbeitsamtes eingeladen, wo eine berufliche Eignungsprüfungen durchgeführt wird. Die Ergebnisse werden im Gespräch mit der jeweiligen Klassenlehrkraft ergänzt und abgeglichen. Sie dienen dem Berufsberater als Grundlage für die Einzelgespräche mit den SchülerInnen und deren Eltern.

Potenzialanalysen zur Erfassung der Stärken der SchülerInnen werden bisher von Dritten durchgeführt (z. Zt. BBW, HAMET 2). Berufsorientierte Zielsetzungen unserer Hauptstufe können hierdurch noch besser analysiert und unterstützt werden. Die Schule verfügt selbst über das Testverfahren und wird zukünftig dieses in abewandelter Form, konzipiert durch zwei FörderschullehrerInnen, durchführen.

Durch die starke Berufsorientierung der HLS haben sich die Möglichkeiten der SchülerInnen stark verbessert, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Durch den Förderstatus erhalten sie z.T. ausbildungsunterstützende Maßnahmen, die Hauptschülern nicht in diesem Umfang zugänglich sind.

Feststehende Veranstaltungstermine

 

Seit vielen Jahren gibt es festgelegte Veranstaltungstermine, die in jedem Schuljahr gültig sind und für das Schulleben an der HLS Bedeutung haben:

 

Schlittschuhlaufen/ Schwimmtag

Im Dezember fahren alle Klassen der Heinrich-Lüttecke-Schule mit Bussen für einen Tag in die Eissporthalle und das Lagunen-Bad in Willingen.

Für die Schülerinnen und Schüler ist dieser Tag nicht nur eine wertvolle Ergänzung des Sportunterrichts, sondern stellt in erster Linie den Erhalt eines guten Schulklimas über ein stufenübergreifendes Freizeitangebot dar.

 

Vorlesewettbewerb des Buchhandels

Anfang Dezember nimmt die Klasse 6 am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil. Neben dem Klassenlehrer gehört auch eine Buchhändlerin zur Bewertungsjury. Es können auch die Schulelternbeiratsvorsitzende und der/die Schulsprecher/in eingeladen werden.  

Die Buchhändlerin spendet für jedes teilnehmende Kind einen Buchpreis. Der Sieger des Vorlesewettbewerbs nimmt am Kreisentscheid teil. Die Verantwortung für die Teilnahme obliegt dem Klassenlehrer, der diesen Tag individuell gestaltet.

Schulinterner Vorlesewettbewerb

Vor den Osterferien finden in allen Klassen schulinterne Vorlesewettbewerbe statt. Termine und Klassenetats für Buchpreise werden in der Gesamtkonferenz festgelegt. Gewählte Elternvertreter der Klassen können eingeladen werden.

Diese Wettbewerbe werden von den Klassenlehrern eigenverantwortlich gestaltet. So können beispielsweise verschiedene Disziplinen absolviert werden (Texte; Gedichte, Vortrag) oder übergreifende Klassenvergleiche durchgeführt werden.

Rosenmontag

Zum Einzugsbereich der Schule zählt auch die Karnevalshochburg Volkmarsen. Seit 2010 zeichnet sich die Tradition ab, mit der Schülerschaft im nahegelegenen Jugendzentrum „Come in“ eine vierstündige Feier mit Kostümprämierung zu veranstalten. Die Grundstufe feierte bisher ein eigenes kleines Fest im oberen Foyer des Neubaus oder in einer nutzbaren Turnhalle. Die Schülerzahlen empfehlen fortan eine Zusammenlegung des Festes.

 

Bundesjugendspiele

Sie finden in der Regel vor den Sommerferien statt, wenn das Wetter dieses zulässt.  Die Entlassschüler/innen nehmen teil, wenn die Verabschiedung noch nicht stattgefunden hat. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, diese im Rahmen des Sportunterrichts durchzuführen und bei den Spielen später zu helfen.

Außerdem wird die Durchführung des Sportabzeichens forciert, welches innerhalb einer Projektwoche oder neu, über eine Initiative der Aktion für Behinderte Menschen, einem Netzwerkparnter der HLS, erworben werden kann. Bisher wurde es noch nicht in den regulären Sportunterricht aufgenommen, da es an Fachlehrern mangelt.

 

Schulfeste und Tag der Offenen Tür

In der Vergangenheit wurden diese unter Beteiligung der gesamten Schulgemeinde geplant und durchgeführt. Diese Veranstaltungen wurden nicht nur gut besucht, sondern trugen auch zum Ansehen der Heinrich-Lüttecke-Schule in der Öffentlichkeit bei.

Die letzte Präsentation der Schule fand im Juni 2015 statt. Sie hatte das Ziel, Elternschaft und Öffentlichkeit in dem Jahr der beginnenden Inklusion über Konzepte und Fördermöglichkeiten an der HLS zu informieren. Zudem wurden Ergebnisse der Projektwoche vorgestellt.

Für die Zukunft sind verschiedene Formen von Veranstaltungen denkbar, die Festlegung erfolgt in den Gesamtkonferenzen.

 

Jugendverkehrsschule

In der Regel beginnt die Jugendverkehrsschule im Winter eines jeden Jahres. Sie findet in Mengeringhausen statt und besteht aus fünf Übungen, davon zwei im Realverkehr. Die Jugendverkehrsschule wird ab der Klasse 4 durchgeführt.

Die Übungen im Realverkehr werden direkt ab der Schule absolviert und führen zum Fahrradführerschein.

 

Sportwettbewerbe, Abzeichen

Wie bereits in der Vergangenheit wird die Heinrich-Lüttecke-Schule – wann immer es möglich ist – an regionalen bzw. überregionalen Schulsportwettbewerben teilnehmen.

Fester Bestandteil ist das jährliche Fußball- und Badmintonturnier der Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Ein Futsal-Turnier ist hinzugetreten.

Im Rahmen des Reitunterrichts gibt es die Möglichkeit, das „kleine Hufeisen“ zu erwerben.

Ziel der HLS ist, jedem Kind bis zur vierten Klasse das Schwimmen beizubringen und für ältere Schülerinnen und Schüler ein Schwimmangebot im Nachmittag zu offerieren. Der Hintergrund liegt u.a. in der Überlegung, dass unsere Schülerschaft im Erwachsenenalter vielleicht nicht das Geld haben wird, um kostspielige Freizeitmöglichkeiten zu nutzen. In unserer ländlichen Gegend ist das Schwimmen somit eine gute Zukunftsoption, auch um sich körperlich fit zu halten.

 

Fußball

Die HLS ist in dieser Sparte recht stark in unterschiedlichen Wettbewerben vertreten: Mit ein bis zwei Mannschaften nimmt sie an den regionalen Entscheiden der Förderschulen teil, wobei sie oft in die nächst höhere Auswahl gelangte.

Im Frühjahr findet ein regelmäßig stattfindendes Futsalturnier statt. Seit Sommer 2013 entscheiden sich die Schüler – trotz erwachsener Gegner – dafür, aus den höchsten Klassen eine Mannschaft für das Turnier der Lebenshilfe zu stellen.

Dabei legt die Schule Wert auf Fairness, gesunde Gruppendynamik und wechselnde Einsatzmöglichkeiten.

 

 

Bad Arolsen, 1. August 2016