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Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen.

Sie liegt im Norden des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Bad Arolsen. Bis zum 1. Februar 2018 war ihr ein regionales Beratungs- und Förderzentrum (rBFZ) angegliedert. Dieses wurde zentral nach Bad Wildungen verlagert, so dass die umliegenden Schulen über eine Gruppe Nord von dort aus in der förderpädagogischen Beschulung beraten werden. 

Namensgeber unserer Schule ist der Schuhmachermeister Heinrich-Lüttecke (1878-1976) aus Bad Arolsen Landau.

Lüttecke zeichnete sich durch eine lebenslang soziale Einstellung gegenüber Kindern, Schwachen und Benachteiligten aus. Er sammelte Geschichten, Märchen und Gedichte, die sogar in Japan veröffentlicht wurden.

 

Aufgabe der Schule mit dem Schwerpunkt Lernen

Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Ihre Aufgabe ist es, Kinder und Jugendliche, die auf Grund einer erheblichen und lang andauernden Lernbeeinträchtigung sonderpädagogischer Förderung bedürfen, zum Berufsorientierten Abschluss zu führen.

Hierauf aufbauend können die Jugendlichen teilweise einen Hauptschulabschluss an unserer Schule erwerben, in die Berufsschule wechseln oder eine berufliche Bildungseinrichtung besuchen. Einige beginnen eine Ausbildung. 

 

Gliederung der Schule und sonderpädagogische Prinzipien

Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist in drei Schulstufen gegliedert:

  • die Unterstufe (Klassen 1 – 4)

  • die Mittelstufe (Klassen 5 – 6)

  • die Hauptstufe (Klassen 7 – 9)

Die Stufen bauen in der Unterrichts- und Erziehungsarbeit auf jeweils hervorgehenden auf. Im Schuljahr 2012/13 wurde erstmals die Möglichkeit eröffnet, innerhalb einer zehnten Klasse einen Hauptschulabschluss in Kooperation mit der Kugelsburgschule zu erwerben, was auch im kommenden Schuljahr der Fall sein wird (2018/19), da sich einige SchülerInnen hervorragend bei uns entwickelt haben. 

Die Mindestzahl für Klassenbildungen liegt bei 8, die Höchstzahl bei 16 Schülern. Derzeit gibt es fünf Lerngruppen, die je in etwa zwei Lernstufen umfassen.

In unserer Schule mit dem Schwerpunkt Lernen gilt von der Klasse 1 bis zur Klasse 9 das Klassenlehrerprinzip. Dabei sollte der verantwortliche Lehrer in der Grundstufe mindestens 20 Stunden, in der Mittel- und Hauptstufe mind. 15 Stunden in seiner Klasse unterrichten. Formen der äußeren Differenzierung, sofern sie im Interesse des einzelnen Kindes liegen, werden bei der Klassenbildung berücksichtigt, die Fächer Mathematik und Deutsch liegen auf Band.

Die Eingangsstufe (je nach Schülerzahlen Klassen 1/2 oder 2-4; flexible Gestaltung je nach Schülerzahlen) liegt in festen Händen, da dort ein speziell konzipierter Anfangsunterricht zum Erwerb der Schriftsprache (MARSCHNER-Konzept) und dem Zahlenraum bis 20 durchgeführt wird. Dieser erfordert eine hohe Sachkenntnis und längere Erfahrung in diesem sensiblen Bereich, was durch eine Lehrperson in Absprache mit den Klassenlehrern der Grundstufe gewährleistet wird. Nach Möglichkeit wird dieser Lernstufe eine Betreuungsperson zugeordnet (FSJler, Praktikant).

Verbindliche Festlegungen für alle Schulstufen trifft je nach Schülersituation die Schulleitung.

 

Für die Unterrichtsarbeit gelten die sonderpädagogischen Prinzipien wie zum Beispiel:

  • Individualisierung

  • Differenzierung

  • Arbeit in kleinen Schritten

  • Hinführung zur Selbständigkeit (abnehmende Hilfe)

  • Wiederholung

  • Übung

Die Motivation spielt in unserer Schulform eine herausragende Rolle. Es gilt, Neugier, Phantasie und Lernbereitschaft zu wecken. Das Arbeits- und Sozialverhalten wird in hohem Maße ausschlaggebend für den Erwerb höherer Bildungsabschlüsse sein. Aus diesem Grund hat sich jeder Kollege mit Klassenleitung in ETEP/ Eldib nach BERGSSON fortgebildet und Teile aus dem Konzept in seinen Unterricht integiert (Entwicklungstherapeutischer Ansatz, s. Schulprogramm). Zudem arbeiten alle Lernstufen mit dem LOG-Buch, einem Lernjournal, der Strukturen, Orientierung und Möglichkeiten für eine gute Elternarbeit sowie Selbstreflexion bietet.