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Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen.

Sie liegt im Norden des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Bad Arolsen. Angegliedert ist ein regionales Beratungs- und Förderzentrum (BFZ), welches die umliegenden Schulen betreut.

 

Namensgeber unserer Schule ist der Schuhmachermeister Heinrich-Lüttecke (1878-1976) aus Bad Arolsen Landau.

Lüttecke zeichnete sich durch eine lebenslang soziale Einstellung gegenüber Kindern, Schwachen und Benachteiligten aus. Er sammelte Geschichten, Märchen und Gedichte, die sogar in Japan veröffentlicht wurden.

 

Aufgabe der Schule mit dem Schwerpunkt Lernen

Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist eine Schule mit dem Schwerpunkt Lernen für Kinder, „die auf Dauer oder für einen längeren Zeitraum einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen“.

Aufgabe der Schule mit dem Schwerpunkt Lernen ist es, Kinder und Jugendliche, die auf Grund einer erheblichen und lang andauernden Lernbeeinträchtigung sonderpädagogischer Förderung bedürfen, zum Berufsorientierten Abschluss unserer Schulform zu führen.

Hierauf aufbauend können die Jugendlichen einen Hauptschulabschluss an unserer Schule erwerben, in die Berufsschule wechseln oder eine berufliche Bildungseinrichtung besuchen. Einige beginnen eine Ausbildung. 

 

Seit dem Schuljahr 2002/03 ist unsere Schule Beratungs- und Förderzentrum für die im Einzugsbereich liegenden allgemeinen Schulen und Kindergärten. Im Zuge der Einführung der inklusiven Beschulung und Vorbeugenden Maßnahmen werden neun Grundschulen und drei Sekundarstufen von der Heinrich-Lüttecke-Schule weiter betreut. Das Gymnasium und die berufliche Schule treten als mögliche Arbeitsfelder neu hinzu.

 

Gliederung der Schule und sonderpädagogische Prinzipien

Die Heinrich-Lüttecke-Schule ist in drei Schulstufen gegliedert:

  • die Unterstufe (Klassen 1 – 4)

  • die Mittelstufe (Klassen 5 – 6)

  • die Hauptstufe (Klassen 7 – 9)

 

Die Mittelstufe baut auf die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Unterstufe, die Hauptstufe auf die der Mittelstufe auf. Für das Schuljahr 2012/13 wird erstmals die Möglichkeit eröffnet, innerhalb einer zehnten Klasse einen Hauptschulabschluss zu erwerben, was jedoch nur für

einen Teil der Schülerinnen und Schüler der Klassen neun in Frage kommen wird.

Die Mindestzahl für die Klassenbildung liegt bei 8, die Höchstzahl bei 16 Schülern.

 

In der Schule mit dem Schwerpunkt Lernen gilt von der Klasse 1 bis zur Klasse 9 das Klassenlehrerprinzip. Dabei sollte der verantwortliche Lehrer in der Grundstufe mindestens 20 Stunden, in der Mittel- und Hauptstufe mind. 15 Stunden in seiner Klasse unterrichten. Formen der äußeren Differenzierung, sofern sie im Interesse des einzelnen Kindes liegen, werden bei der Klassenbildung berücksichtigt, die Fächer Mathematik und Deutsch liegen auf Band.

 

Das Klassenlehrerprinzip beinhaltet auch, dass die Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe zwei Jahre und in der Hauptstufe drei Jahre die gleiche Bezugsperson haben sollten. In der Unterstufe werden bis zu 3 Jahre angestrebt.

Hier liegt die Eingangsstufe (je nach Schülerzahlen Klassen 1/ 2 oder 1-3, flexible Gestaltung je nach Schülerzahlen) in festen Händen, da dort ein speziell konzipierter Anfangsunterricht zum Erwerb der Schriftsprache und dem Zahlenraum bis 20 durchgeführt wird. Dieser erfordert eine hohe Sachkenntnis und längere Erfahrung in diesem sensiblen Bereich, was durch eine Lehrperson in Absprache mit den Klassenlehrern der Grundstufe gewährleistet wird. Nach Möglichkeit ist dieser Lernstufe immer eine zweite Betreuungsperson zugeordnet (FSJler, Praktikant, teilweise Doppelbesetzung).

Verbindliche Festlegungen für alle Schulstufen trifft je nach Schülersituation die Schulleitung.

 

Für die Unterrichtsarbeit gelten die sonderpädagogischen Prinzipien wie zum Beispiel:

  • Individualisierung

  • Differenzierung

  • Arbeit in kleinen Schritten

  • Hinführung zur Selbständigkeit (abnehmende Hilfe)

  • Wiederholung

  • Übung

 

Die Motivation spielt in unserer Schulform eine herausragende Rolle. Es gilt, Neugier, Phantasie und Lernbereitschaft zu wecken. Das Arbeits- und Sozialverhalten wird in hohem Maße ausschlaggebend für den Erwerb höherer Bildungsabschlüsse sein.